Archive - Juni 2011

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Dänemarks Polizei empfiehlt Regierung Online-Anonymität zu verbieten
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Dumme Fragen für Netzbürger – Heute: Was bedeutet Netzneutralität?
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Glaubt noch jemand an die Freiheit im Internet …?
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Niedersachsen blockiert Tor
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Video/TV-Plattformen, die mit CyberGhost erreichbar werden
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Mit Kino.to zu neuen Abmahnwellen?
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Etikettenschwindel VDS: Gut gelogen ist halb gewonnen
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Zum weltweiten IPV6-Tag am 8. Juni
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No pain, no gain: Datenschutz beginnt in den Köpfen der Menschen, nicht in den Thinktanks des Gesetzgebers
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Damn, I survived the Interview, ähh … Internet

Dänemarks Polizei empfiehlt Regierung Online-Anonymität zu verbieten

Einem Bericht der Huffington Post nach empfiehlt die dänische Polizei dem Parlament, mit neuen Gesetzen zur Kontrolle des Internets auch die Verwendung von Anonymisierungstools zu verbieten. Die Meldung geht auf einen Blog-Eintrag des Computermagazins ‚Computerworld Denmark‘ zurück. Als Begründung ziehen die Verantwortlichen einmal mehr die Überwachungs-Allzweckwaffe Terroristen aus dem Hut, die offenbar auch im ansonsten liberalen und gelassenen Norden genügend Ängste produziert.

Des Weiteren sieht der Vorschlag, den die dänische Polizei ersann, Identitätsüberprüfungen in Internet-Cafés und Büchereien vor und will auch Unternehmen verpflichten, die Identitäten der Nutzer zu registrieren und vor dem Zutritt zum Internet verbindlich zu bestätigen. Keine Frage, dass hierbei auch Aufzeichnungen der Logs Usus sein sollen. Zusammen mit der in Dänemark bereits gültigen Vorratsdatenspeicherung, die dort 12 Monate beträgt, wird man dann zielgenau analysieren können, wer sich wo im Netz aufhielt und wer mit wem kommunizierte.

 

Dumme Fragen für Netzbürger – Heute: Was bedeutet Netzneutralität?

Immer wieder geistert sie durch die Nachrichten und Twitter-Shorts und taucht ebenso unverhofft wie vorhersehbar bei den üblichen Verdächtigen auf: die Netzneutralität, die alleine schon deshalb außerhalb der Netzgemeinde kaum jemanden interessiert, weil das Wort nur jenen zugänglich ist, die bereits wissen, was dahintersteckt. Für alle anderen ergibt sich nicht einmal eine Ableitung und pfeift dementsprechend berührungsfrei durch alle Gehirnwindungen, bevor es irgendwo zwischen kino.to (aha, die bösen Urheberrechtsverbrecher) und Dresdner Stasi-Rebirthing (1.000.000 Million Verbindungsdaten abgegriffen, um ein paar demokratische Nazi-Feinde zu identifizieren) verpufft.

Worum geht’s? Im Prinzip um die garantierte Gleichstellung aller Daten im Internet, ähnlich der Gleichstellung von Mann und Frau im gesellschaftlichen Leben. Das hört sich erst einmal albern an, ist es aber nicht, wenn man bedenkt, welche Folgen es besitzt, wenn Daten nicht mehr neutral behandelt werden. Denn Neutralität im Sinne der Netzneutralität bedeutet, dass die einzelnen Datenpakete von keinem Provider diskriminiert werden dürfen und er alle mit gleicher Geschwindigkeit weiterleiten muss. Das abgerufene Null-Sinn-Youtube-Video muss also genauso schnell befördert werden wie Frau Merkels E-Mail an Herrn Rösner, dass man gerne bereit sei, eine Steuersenkung ins Auge zu fassen, wenn der kleine Partner nur die Vorratsdatenspeicherung akzeptiere.

Dem war eigentlich auch immer so (der politische Kuhhandel wie die Gleichbehandlung aller Daten), aber eben nur eigentlich, denn mittlerweile sind die Provider bei ihrer Suche nach neuen Geldquellen auf die Netzneutralität aufmerksam geworden. Ziel ist, sich datenintensive Dienste wie Video-Streaming extra bezahlen zu lassen, gerne vom jeweiligen Anbieter (wie Google bei Youtube), gerne aber auch vom Endanwender (also von dir), am liebsten aber von beiden. Rollt der Rubel nicht, werden die Daten der sogenannten ‚Intensivdienste‘ halt hintenangestellt, wie bereits mindestens einmal bei Youtube geschehen.

Zwar wehrt sich die Telekom bis heute gegen den Vorwurf, sie habe gegen die noch geltende Netzneutralität verstoßen und Daten des Videodienstes Youtube diskriminiert. Tatsache ist aber, dass vor einiger Zeit Telekom-Kunden eine spürbar langsamere Anlieferung von Youtube-Videos beklagen mussten. Angesichts der Tatsache, dass auch deutsche Youtube-Clips via Transatlantikkabel aus den USA kommen und der Youtube-Anteil am Gesamtdatenaufkommen überproportional groß ist, liegt die Vermutung nahe, dass die Telekom dessen Prioritäten aus Kostengründen nach unten verlegte. Quasi als Probelauf für die Einführung von Qualitätsklassen mit dem Endziel, neue Klassen im Internet zu schaffen und jene extra zur Kasse zu bitten, die Videos im Netz schauen, online spielen oder auch Dateien via P2P tauschen. Letzteres ist eine weitere ‚goldene‘ Idee, da P2P-Netze ebenfalls einen extrem hohen Anteil am weltweiten Datenverkehr besitzen. Hier möchte man dem nicht extra zahlenden Plebs die Ports für diese Dienste sperren oder deren Erreichbarkeit anders verhindern – eine Idee, die bestimmt auch den Beifall der Musik- und Filmwirtschaft findet.

Vorbild für den Frontalangriff auf die Netzneutralität sind die Geschäftsmodelle der ‚Internet-Anbieter‘ im Mobilfunkbereich, die den Provider-Kollegen aus der traditionellen Internetsparte in einigen Dingen bereits voraus sind. Surfst du beispielsweise über dein Handy, werden alle deine Ziele ausschließlich vom Betreiber vermittelt. Ein glatter Eingriff in die Netzkommunikation, die sogar fraglich macht, dass du wirklich dort landest, wo du eigentlich hinwolltest. Eine ähnliche Dreistigkeit hat sich bei der Blockade von VoIP-Telefonaten etabliert. So dürfen Handysurfer bekanntlich Tools wie Skype nicht benutzen, weil sie dann ja die Telefongebühren einsparen würden.

Unabdingbare Voraussetzung für die Einmischung in die Internet-Kommunikation und für die Einführung des Geschäftsmodells ‚Qualitätsklasse‘ ist, dass das Gebot der Netzneutralität fällt – oder zumindest dem neuen Begehren in kleinen Schritten angepasst wird. Für dich bedeutet dies Zweierlei: Erstens wird dein Internetanschluss auf lange Sicht teurer, jedenfalls wenn du mehr als das dann geltende Basisangebot haben möchtest. Zweitens ist die freie Zugänglichkeit von Webangeboten nicht mehr sicher, denn ein großer Unterschied zwischen staatlichen Filtern gegenüber unliebsamen Webseiten und eine Datendiskriminierung zum Nutzen  der Profitmaximierung existiert nicht. Einzig die theoretische Verfügbarkeit wäre bei Letzterem noch gegeben – wenn man bereit ist, dafür zu zahlen. Für Hartz-IV-Knechte und Bezieher von geringen Einkommen würde sich die Teilnahme am öffentlichen Leben somit noch weiter verengen.

Noch etwas? Ja, ein Eingriff in die Netzneutralität ist ein weiteres Einknicken vor einem destruktiven und eigentlich überholten Mega-Kapitalismus, der global die Geschicke der Wirtschaft bestimmt und zum Vorteil etablierter Unternehmen stark innovationshemmend wirkt. Er behindert die Entstehung neuer Wirtschaftszweige durch aggressive Bevorzugung älterer Modelle, schadet dem Mittelstand und steht sogar sich selbst im Weg, indem er die eigene Weiterentwicklung verhindert.

 

Glaubt noch jemand an die Freiheit im Internet …?

Es stimmt, das Internet war einmal ein riesiger freier Kommunikationsraum, in erster Linie besiedelt von Wissenschaftlern, Universitäts-Angehörigen aller Formen, Farben und Professionen sowie anderen Pionieren eines globalisierten Wissens-Austausches. Dies trug sich allerdings zu einer Zeit zu, als Bill Gates noch der Meinung war, dass Internet sei nichts als ein schnell verrauchender Hype, und die mittlerweile eingeschlagene Landnahme durch Staat und Wirtschaft noch in ferner Zukunft lag. Heutzutage geben die Viehbarone und Eisenbahnmagnaten des 21. Jahrhunderts wie Amazon und Facebook den Ton an und geben sich die größte Mühe, den einstmals öffentlich/politischen Raum zu einem gigantischen Bestellkatalog umzubauen. Freie Meinungsäußerung und der ungehinderte Fluss von Informationen spielen hier bestenfalls eine wichtige Rolle, wenn sich daraus Persönlichkeitsprofile bauen oder erweitern lassen. Noch weniger Wert bemessen nur noch die örtlichen sicherheitspolitischen Einpeitscher der Freiheit zu, die zusehends enthemmter kriminalisieren, moralisieren und einschränken, was sich jenseits dieser Landnahme abspielt – Schritt für Schritt mehr und öfter und Schritt für Schritt effektiver.

Wo wird zensiert/überwacht?

Immerhin: Global betrachtet schnüffeln nur wenige Länder ihren Bürgern so intensiv hinterher wie die Chinesen, darunter Birma, Saudi Arabien, Iran, Kuba und Usbekistan, aber ‚Freiheits-Schwellenländer‘ wie Russland, Türkei und Australien holen stark auf und blockieren immer öfter und immer umfassender nicht genehme Webangebote. Während sich die westlichen ‚Wiegen der Demokratie‘ gleichzeitig immer ungenierter beeilen, es ihnen nachzumachen. Internet-Zensur erfolgt mittlerweile in ganz Europa auf die eine oder andere Art, ebenso wie im kompletten Nordamerika und einem großen Teil Südamerikas. Überhaupt keine Zensur kennen nur die Bürger Mittelamerikas (Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama) sowie Venezuela, Guyana, Ecuador, Chile, Bolivien, Paraguay und Uruguay in Südamerika, das Balkan-Gebiet in Europa, die Mongolei und, man höre und staune weiter, die meisten afrikanischen Staaten. Bezeichnenderweise sind dies ausnahmslos im industrialisierten Westen als ‚rückständig‘ wahrgenommene Länder.

Was wird zensiert/überwacht?

Dabei sind den Politikern totalitärer Staaten in erster Linie soziale Netzwerke ein Dorn im Auge, weil sich dort schnell einmal Allianzen einzelner Bevölkerungsschichten gegenüber der Obrigkeit bilden könnten. Gleiches gilt für Wikipedia, politische und sonstige Blogs und selbst religiöse Webseiten, die nicht der eigenen Ausrichtung entsprechen. In den ‚gemäßigteren‘ Zonen des Planeten nehmen diese Stellen die beiden meistgehassten Beelzebuben Wikileaks und Video-Streaming-Plattformen von YouTube (wg. politischer Flächenbrandgefahr) bis kino.to (wg. Einnahmeverluste der Content-Industrie) ein. Beliebte Ziele sind auch pornografische Angebote, die, je nach psychologischer Grundausstattung der Verantwortlichen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten aus dem Netz geblockt werden.

Wie wird zensiert/überwacht?

Die Art und Weise, wie Zensur technisch realisiert wird, ist in allen Ländern gleich und meistens auch gleich subtil ausgestaltet: Entweder man blockiert die nicht genehmen Inhalte komplett oder verlangsamt den Zugriff bis zur körperlichen Qual (bei Angeboten aus dem Ausland), lässt die Inhalte entfernen (bei Angeboten im Inland) oder überwacht zumindest den Zugriff – was aus Abschreckungsgründen ähnlich erfolgreich wie die Blockierung ist.

Warum wird zensiert/überwacht?

Die offiziellen Begründungen für Zensur (das ist das, was die anderen machen) und Sperren (das ist das, was im eigenen Land geschieht) verweisen nahezu ausnahmslos auf die Schutzpflicht des Staates seinen Bürgern gegenüber. In westlichen Demokratien wird die Angst vor Terroranschlägen ebenso gerne genutzt wie jene vor kriminellen Machenschaften generell und natürlich sexuellem Missbrauch. In anderen Ländern, wo weniger vor Kriminalität gewarnt wird (weil man die ja angeblich im Griff hat), sind es dann der Schutz der traditionellen nationalen Identität und der jeweiligen gesellschaftlichen Werte sowie der politischen Stabilität. Zusehends rückt auch die Aufrechterhaltung der nationalen Sicherheit (Stichwort Cyberwar) ins Zentrum der Argumentation für eine stärkere Kontrolle des Internets.

Wie kann man Zensur und Überwachung entgehen?

Die gute Nachricht: Zensur lässt sich ebenso umgehen wie man Datenschnüffelei kontrollieren kann – auch ohne lautstark auf die Straße gehen zu müssen. Beides beginnt damit, sich seiner Stellung im weltweiten Datennetz bewusster zu werden und auch schon mal Sand ins Getriebe zu streuen. Die einfachsten Maßnahmen helfen bereits, beispielsweise indem man das Setzen von Cookies verhindert, auf JavaScript verzichtet, wo es angebracht erscheint, und generell vorsichtig bei der Weitergabe seiner persönlichen Daten ist. Und, natürlich, anonym zu surfen (na klar, schließlich bis du hier bei CyberGhost). Mit der Verschleierung deiner IP-Adresse tauchst du in der Masse unter, die das Internet bevölkert, und kannst weder dabei überwacht werden, welche Seiten du ansteuerst, noch überhaupt von diesen Seiten ferngehalten werden.

Wir liefern dir mit CyberGhost das Werkzeug, dich unerkannt im Internet zu bewegen. Ob und wann es notwendig wird, musst du hingegen selbst entscheiden. Was im Übrigen einer Umfrage des Forschungsinstituts infas zufolge bereits 12,8 Prozent aller bundesdeutschen Surfer tun, die sich mehr oder weniger regelmäßig anonym im Internet aufhalten …

Hinweise: Unter folgendem Link findest du eine nette grafische Aufbereitung von Internetzensur, auf der auch dieser Kommentar beruht: So you still think the internet is free? (engl.). Und hier die infas-Umfrage als PDF (dt.).

 

Niedersachsen blockiert Tor

Für Menschen mit gesunder Paranoia und der nötigen Portion Verfolgungswahn ergeben die Schlagzeilen um das Cyber-Abwehrzentrum, den Cyberkrieg, die Hackeroffensiven und selbst die eher witzigen Begleit-Meldungen wie die Warnung vor E-Mailbomben mittlerweile Sinn. Diejenigen, die es gerne etwas realistischer haben, fühlen sich aber auch nicht allzu wohl bei der neuesten Anti-Internet-Aktion der Politik: Das Land Niedersachsen sperrt Surfer aus, die anonym mit den Behörden des Landes kommunizieren oder dessen Webseiten auch nur besuchen möchten. Das gilt so natürlich auch für Internet-Reisende aus dem Ausland, beispielsweise deutsche Journalisten im Nahen Osten, China oder anderen autoritär-repressiven Staaten.

Einer Meldung der IT-Info-Plattform heise.de nach1 blockiert der ‚Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen‘ (LSKN2), der als Dienstleister für die Internetangebote des Landes Niedersachsen fungiert,  derzeit mindestens die Nutzer von Services wie Tor. Angeblich gehe es hierbei ‚im Interesse der IT-Sicherheit um den Schutz vor Angriffen aus dem Cyberspace‘1. Erstaunen lässt auch die weitere Begründung, die erkennen lässt, dass man sich durchaus einer Verletzung des Telemediengesetzes bewusst sei. Allerdings habe das Land das Recht, sich zu schützen und: „Für die Bürger gibt es keinen absoluten Anspruch auf Zugriff auf die landeseigenen Internetangebote. Einen Hinweis auf eine konkrete Gefährdung, und sei es nur durch ‚E-Mailbomben‘, mochte man allerdings nicht liefern.

Beim AK Vorrat3 sieht man die Aktion kritisch2. Wie einer der Aktivisten aus dem Arbeitskreis gegen die Vorratsdatenspeicherung gegenüber heise.de mitteilte, halte man die Sperrung für rechtswidrig. Anonymisierungsdienste sind weder illegal noch ist ihr Nutzen strafbewehrt und schenkt man einer Umfrage des Forschungsinstituts infas Glauben, gehen knapp 13 Prozent aller bundesdeutschen Surfer mehr oder weniger regelmäßig anonym ins Internet – womit Niedersachsen einem erheblichen Bevölkerungsanteil den Zugang zu öffentlichen Informationen und Diensten verwehrt. Einen solchen Schritt vermochte laut AK Vorrat bislang noch nicht einmal das Bundeskriminalamt als erforderlich erachten.

Hinweis: JonDo scheint von der Sperrung nicht betroffen zu sein. Auch CyberGhost-Usern erlaubt man derzeit noch den Zugriff auf die Niedersachsen-Webseiten. Für andere Betreiber liegen bislang keine Meldungen vor.

 

1 http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niedersachsen-sperrt-Anonymisierungsdienste-aus-1263719.html

2 http://www.lskn.niedersachsen.de/

3 http://www.vorratsdatenspeicherung.de/

 

[Update] Seit dem 22. Juni ist es auch Tor-Anwendern wieder möglich, auf die Webseiten des nördlichen Bundeslandes zuzugreifen. Näheres hierzu in einem Heise-Artikel.

 

Video/TV-Plattformen, die mit CyberGhost erreichbar werden

Du bist Deutsche(r) im Ausland und möchtest schnell den letzten ‚Tatort‘ sehen, bevor der Film wieder aus der Mediathek geworfen wird? Oder US-Amerikaner, der ungern auf seinen Hulu-Pro-Account verzichtet? Hast aber dummerweise die Adresse vergessen? Kein Problem. Die folgende Liste hält die wichtigsten Video/TV-Plattformen für Deutschland, Schweiz, Großbrittannien, USA, Kanada und Frankreich für dich bereit.

Hinweis: Nicht alle Sender verfügen über kostenlose Inhalte.

UK

4 on Demand (http://www.channel4.com/programmes/4od) – Live-Programm

BBC iPlayer (http://www.bbc.co.uk/iplayer/tv) – Serien, Filme & mehr

BBC Sports Streaming (http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/tv_and_radio/default.stm) – Sport

Demand 5 (http://www.channel5.com/demand5) – Serien & mehr

Eurosport (http://www.eurosportplayer.de/) – Sport

ITV (http://www.itv.com/itvplayer/) – Serien & mehr

Sky Player (http://skyplayer.sky.com/vod/page/online-tv.html) – Live TV

Stv (http://player.stv.tv/)  – Programm on Demand

 

Deutschland/Schweiz (für den Zugriff aus dem Ausland)

3sat.online (http://www.3sat.de/index.html) – TV-Programm

ARD Mediathek (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/) – TV-Programm

Arte (http://www.arte.tv/de) – TV-Programm

Pro 7 (http://www.prosieben.de/) – TV-Programm

Sat 1 (http://www.sat1.de/) – TV-Programm

wilmaa (http://www.wilmaa.com/) – TV-Programm

ZDF Mediathek (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite) – TV-Programm

Zattoo (http://zattoo.com/view) – TV-Programm

 

USA

ABC (http://abc.go.com/watch) – Serien

ABC Family (http://abcfamily.go.com/watch) – Serien

Amazon Video on Demand (http://www.amazon.com/gp/video/ontv/start/ref=sv_atv_1)

CBS (http://www.cbs.com/video/) – Serien & Filme

Comedy Central (http://www.comedycentral.com/) – TV-Shows, Serien-Episoden

Fox on Demand (http://www.fox.com/full-episodes/) – Serien

Fox Soccer (http://msn.foxsports.com/foxsoccer) – Sport

FX Network (http://www.fxnetworks.com/) – Serien & Filme

iLike/MySpace Music (http://www.ilike.com/) – Musikclips

Hulu (http://www.hulu.com/) – Serien & Filme

Lala Free Music (http://www.lala.com/) – Musik

Live Cricket (http://www.willow.tv/EventMgmt/Default.asp) – Sport (Cricket)

MTV (http://www.mtv.com/) – Musik, TV-Shows

NBC (http://www.nbc.com/video/) – Serien, Shows, Webisodes

Netflix (http://www.netflix.com/) – Serien & Filme

Pandora (http://www.pandora.com) – Internetradio

Southpark Studios (http://southparkstudios.com) – Episoden

supersport.com (http://www.supersport.com/) – Sport

SyFy Rewind (http://www.syfy.com/rewind/) – Science Fiction & Fantasy

The CW (http://www.cwtv.com) – Episoden

The WB (http://www.thewb.com) – Serien, Trailer

TV Land (http://www.tvland.com) – Serien

tv.com (http://www.tv.com/) – Serien & Filme

USA Network (http://www.usanetwork.com) – Serien

Vevo (http://www.vevo.com) – Musik

VH1 (http://www.vh1.com) – Musik

 

Kanada

Bravo! Canada (http://www.bravo.ca/television/) Serien & Filme

City TV (http://www.citytv.com/) – Serien und Lokales aus verschiedenen kanadischen Städten

CTV (http://www.ctv.ca/) – Serien & Filme

Global TV (http://www.globaltv.com/) – Serien & Filme

MTV Canada (http://www.mtv.ca/) – Musikvideos & mehr

Much Music (http://www.muchmusic.com/) – Musikvideos & mehr

Spacecast (http://www.spacecast.com/) – Science Fiction & Fantasy

The Comedy Network (http://watch.thecomedynetwork.ca) – Comedy

TSN (http://www.tsn.ca/) – Sport (Eishockey)

 

Frankreich

Canal+ (http://www.canalplus.fr/) – TV-Programm

Direct 8 (http://www.direct8.fr/) – Serien, Filme & mehr

France 2 (http://www.france2.fr/) – TV-Programm

France 3 (http://www.france3.fr/) – TV-Programm

France 4 (http://www.france4.fr/) – TV-Programm

France 5 (http://www.france5.fr/) – TV-Programm

M6 (http://www.m6.fr/) – TV-Programm

TF1 (http://www.tf1.fr/) – TV-Programm

W9 (http://www.w9.fr/) – TV-Programm

 

 

Mit Kino.to zu neuen Abmahnwellen?

Jeder, der sich noch an seinen Physikunterricht erinnern kann, weiß: 1) Energie geht nie verloren und 2) alle Energie auf der Erde stammt in letzter Instanz von der Sonne, wenn auch in umgewandelter Form.

Ähnlich sieht es die GVU bei ihrem Frontalangriff auf Internetsurfer, die ein Angebot wie Kino.to nutzen: Alle Datenbrocken, die via Streamingplattformen vermittelt werden, stammen in letzter Instanz von der Filmindustrie – und poppen irgendwie bewegte Sequenzen auf einem Monitor auf, dann muss dafür bezahlt werden. In der offiziellen Stellungnahme hört sich dies dann als vorformulierte ‚Kurzversion für Verbraucher‘ so an:

Beim Streaming werden in der Regel Zwischenspeicherungen auf dem eigenen Rechner durchgeführt, um den Film störungsfrei wiedergeben zu können. Das ist rechtlich eine Kopie. Eine Kopie von einer illegalen Vorlage – worum es sich bei den Filmen über kino.to regelmäßig gehandelt hat – ist selbst auch immer illegal. Die Nutzung von illegalen Streams über illegale Portale wie kino.to ist somit selbst illegal.

Die Frage, ob Kopien im Zwischenspeicher, bei der Verarbeitung durch die Wiedergabesoftware oder in goutierbarer Form auf dem Monitor und in den Lautsprecherboxen tatsächlich auch Kopien sind, ist hierbei allerdings jenseits der Chefetagen und Rechtsabteilungen der Inhaltsindustrie noch nicht abschließend geklärt. Deshalb wolle man einzelne Kino.to-Nutzer verklagen. Eben um die Klarstellung zu erzwingen.

[…] eine höchstricherliche Klärung zur Strafbarkeit des Anschauens/Konsumierens von illegalen Film-Streams liegt noch nicht vor. Das gegenwärtige kino.to-Verfahren bietet aber auch dafür Gelegenheit.

Die Folgen sind für die GVU klar:

Nach dieser Auffassung ist das Nutzen von illegalen Streams über Portale, wie kino.to, somit strafbar. Das deutsche Urheberrecht enthält zivilrechtliche Abwehransprüche wie auch strafrechtliche Vorschriften.

Das heißt, die Rechteinhaber können gegen die Verletzungen ihrer geschützten Rechte vorgehen und auf Unterlassung sowie Schadensersatz klagen. Auch strafrechtlich sieht man sich auf der sicheren Seite und droht mit bis zu drei Jahren Freiheitsentzug oder Geldstrafe.

Nur, auf welche Summe will man klagen? Die abstrusen Schadensersatzsummen aus den P2P-Klagen der Vergangenheit lassen sich nicht ernsthaft in Betracht ziehen, da beim Streamen keine Daten hochgeladen und anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Bleibt die Anlehnung an vergleichbare kommerzielle Angebote wie iTunes oder Maxdome. Dummerweiser wird sich aber kaum eine Staatsanwaltschaft oder ein Gericht finden, dass für Summen zwischen einem und fünf Euro aktiv wird, zumal die Qualität vieler verlinkten kino.to-Streams unterirdisch schlecht und nicht einmal 10 Cent wert sind. Und falls doch, wissen wir, welchen Stellenwert der Normalverbraucher und Durchschnittsbürger in der Justiz besitzt – und, genauso schlimm, was die Neufassung der Vorratsdatenspeicherung für uns alle parat hält.

Auf der anderen Seite benötigt man aber auch keine hohen Klagesummen, wenn man nur ein Grundsatzurteil zur Vorbereitung eines neuen Abmahntatbestands herbei zwingen will. Zumindest nicht in Deutschland, da der einzelne Bürger hierzulande ohnehin bereits im wohl definierten Rechtssystem des Abmahnwesens nahezu zum Freiwild erklärt wurde. Bewegt er sich nicht prinzipiell mit einem kundigen Rechtsanwalt an seiner Seite durch die Welt und durchs Internet, steht er relativ hilflos dar, während das Recht immer stärker als Waffe gegen gesellschaftliche Änderungen und zur ungehemmten Geldvermehrung eingesetzt wird. Was im Fall kino.to einfach sein wird, ungefähr so, wie seine Frau zu schlagen, Abhängige zu unterdrücken und Blinden die Betteltasse leerzuräumen. Denn die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Angeboten im Netz ist oftmals nur noch bei Vorwissen möglich und selbst Geschulten einzig dann erkennbar, wenn sie davon ausgehen, dass überall dort, wo nicht unübersehbar ‚LEGAL‘ draufsteht, strafbewehrte Angebote lauern.

Jeder einigermaßen netzaffine Nutzer braucht sich nur ehrlich zu fragen, ob sein Nachbar in der Lage wäre, ein legales von einem illegalen Angebot zu unterscheiden? Meiner wäre es nicht. Nicht heute und nicht in hundert Jahren. Zumal nicht jeder (illegaler?) Service eindeutig als schwarzes Schaf daherkommt, nur weil er beispielsweise die Anwender mit nackten Tatsachen zuschüttet. Ist mehr oder weniger offene Werbung für Pornografie überhaupt ein sicheres Indiz für Kriminalität? Ersetzt dann die moralische Wertung nicht die rechtlich korrekte Einschätzung?

Aber einmal angenommen, selbst mein Nachbar könnte kino.to als fragwürdiges Angebot wahrnehmen, wie sollte er dann Sidereel einschätzen? Dort finden sich keine anzüglichen Anzeigen, Links auf Trojaner oder Zwangsweiterleitungen auf dubiose Partnerseiten. Dort existiert nicht einmal ein unübersichtliches Chaos, mit dem man hofft, unvorsichtige Naturen zu noch unvorsichtigeren Handlungen zu verleiten. Die Site ist aufgeräumt, professionell und ansprechend aufgemacht und bestens verknüpft mit anerkannt seriösen Webdiensten wie Twitter, Facebook, Amazon, iTunes und selbst Fernsehsender wie CBS. Ausgestattet mit einer engagierten Redaktion, die sich schreibend um Stars, Sternchen, Filme und TV-Serien kümmert, präsentiert man sich seriöser als so manches kommerzielle Angebot hierzulande. Da mag man es schwer glauben, wenn die GVU Sidereel-Links plötzlich als illegal brandmarkt und ist geneigt, deren Interpretation beinahe als fragwürdiger zu empfinden.

Und was ist mit Hulu? Warum soll hier etwas illegal sein, was in den USA erlaubt ist? Macht sich dann nicht auch ein US-Amerikaner strafbar, weil er im Urlaub oder bei einer Versetzung ins Ausland auf das heimische TV-Angebot zugreifen möchte? Oder umgekehrt: Was für ein Vergehen soll es sein, wenn ein deutscher Gebührenzahler im Urlaub einen Anonymisierer bemühen muss, um dort auf die bereits von ihm finanzierten Inhalte von ARD und ZDF zugreifen zu können?

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Normalsurfer muss ausbaden, was Wirtschaft und Politik nicht geregelt bekommen. Die einen versäumen es eins ums andere, einen vernünftigen Service für Film- und TV-Freunde zu realisieren, der dann auch global verfügbar ist. Die anderen liefern die Grundlagen dafür, dass dann zumindest das zweite Geschäftsmodell greift: die Abmahnung der Anwender, die Plattformen nutzen, die in die Lücke vorgestoßen sind.

Und hey, wurde es bereits erwähnt? Mit CyberGhost VPN bist du als Deutscher ebenso auf der richtigen Seite, falls du im Urlaub einen deutschen Server, wie als Amerikaner, wenn du einen US-amerikanischen benötigst.

Und noch etwas: Hier findest du alle Southpark-Episoden zum Streamen, in Deutsch und auf Englisch. Die Frage des Tages: Kannst du beurteilen, ob legal oder nicht? Falls nicht, solltest du besser anonymisiert auf die Seite zugreifen …

Etikettenschwindel VDS: Gut gelogen ist halb gewonnen

Im Februar 2006 als ‚Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung‘ von den Justiz- und Innenministern der Europäischen Union auf den Weg gebracht, wurde die anlasslose Datenspeicherung der Verbindungsdaten bereits ein Jahr später in bundesdeutsches Recht gegossen. Beliebteste Begründung: Die Daten würden benötigt, um Leib und Leben der Bürger zu schützen und Verbrechen effektiv bekämpfen zu können. Beliebteste Feindbilder hierbei: Terroristen und Kinderpornografie.

Heute, fünf Jahre nach dem Erlass der EU-Richtlinie, vier Jahre nach der Einführung der VDS in Deutschland und ein Jahr nach deren vorläufige Außerkraftsetzung durch das Bundesverfassungsgericht, sind die gleichen Argumente so vital wie eh und je. Und ziehen offenbar immer noch so gut, dass sie bei jeder Gelegenheit vorgetragen werden, obwohl der Wahrheitsgehalt gegen Null fährt und man sich eher auf psychologisch interessantes Terrain (z. B. Realitätsverlust) begibt, wendet man sie trotzdem an..

Wie beispielsweise einer der eifrigsten Verfechter für eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung von Verbindungsdaten, der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU), dem auch offensichtliche logische Fakten nicht vom einmal eingeschlagenen Kurs abbringen können. So räumte der Politiker noch Ende Mai 2011 ein, dass sich „bei Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Tatmittel Internet begangen wurden [keine, der Autor] erheblichen Auswirkungen im Hinblick auf die Aufklärungsquote“ feststellen ließen. Er hält sie im gleichen Atemzug aber trotzdem für „unabkömmlich“, ein geistiger Salto mortale mit Doppelt-Trullup, den man so selbst im Weltbild eines Politikers nicht erwartet.

Zwar bestätigt der niedersächsische Innenminister mit seinen Äußerungen, dass die präventive Speicherung sämtlicher Verbindungsdaten der Bürger nicht mehr zur Aufklärung von Straftaten beiträgt als eine Speicherung der Daten bei Vorliegen eines konkreten Verdachts. Aber wozu hat man die Keulen ‚Terrorist‘ und ‚ Kinderpornografie ‘, die man trotzdem eins ums andere aus der Schublade holen kann, wenn es darum geht, die Wiedereinführung der VDS trotzdem zu fordern?. Dabei entbehrt auch dieses Argument wie jenes, man benötige die VDS zur Steigerung der Aufklärung, jeglicher Grundlage, denn dem eigenen Zahlenmaterial der Bundesregierung nach richten sich die Anlässe zur Abfrage der Telekommunikationsdaten in überwältigender Mehrheit an Vergehen im Bereich Drogenkriminalität. Im weiten Bereich ‚Terrorismus‘, zu denen mittlerweile auch sogenannte ‚Gefährder‘ gehören,  lassen sich die Anfragen hingegen an einer Hand abzählen. Und was Kinderpornografie betrifft, so scheint das Wohl der Kinder den verantwortlichen Beamten und Politikern wohl doch nicht so wichtig zu sein wie vorgebracht. Nicht eine einzige von 70.000 Anfragen hatte dieses Verbrechen zum Inhalt.

Zu den Zahlen

Die genutzten Zahlen stammen von der Bundesregierung und sind seit einem Jahr öffentlich zugänglich. Dass sie bislang dennoch selten vorgetragen werden, liegt daran, dass sie (wohl bewusst) dem direkten Blick entzogen in einem Untermenü der Webpräsenz des Bundesamts für Justiz vor sich hin schlummern. Auch die Sichtung ist schwer gehalten, da man sich auf nackte Zahlen ohne Erläuterungen beschränkt. Richard Gutjahr, angesehener Journalist und Blogger, hat sich die Mühe gemacht, die Zahlen zu analysieren und auf seinem Blog darzustellen. Dort findet sich auch eine Grafik.

 

Zum weltweiten IPV6-Tag am 8. Juni

Als Testlauf zur Erprobung der Verbreitung von IPv6 hat die Internet Society (ISOC) zusammen mit den stärksten Befürwortern des neuen Standards wie Google den 8. Juni zum weltweiten IPv6-Tag erklärt. Heute testen alle teilnehmenden Firmen 24 Stunden lang die Funktionalität des IPV4-Nachfolgers und dessen Erreichbarkeit. Neben Google drängelt aber auch die Zeit. Die letzten Internet-Adressen nach IPV4 sind mittlerweile vergeben und zwingen in der Folge alle Internetanbieter, den Nachfolgestandard IPV 6 einzuführen, ob sie nun wollen oder nicht.

Die wichtigste Frage hierbei für CyberGhost-Anwender: Was bedeutet IPV6 für mich und meine Privatsphäre …?

Was sind IP-Adressen?

IP-Adressen dienen dem korrekten Aufruf einer Internetseite oder eines PCs. Nach IPV4 bestehen die Adressen aus vier Zahlenblöcken mit jeweils drei Dezimalzahlen (0 bis 9), die Adresse für CyberGhost VPN lautet beispielsweise 084.019.169.230. Würde es sie nicht geben, wäre die CyberGhost-Website nicht erreichbar.

Weil sich die Zahlenungetüme aber niemand merken kann und will, existieren neben den IP-Adressen die Domainnamen, in diesem Fall also cyberghostvpn.com. Dies sind die landläufig bekannten Webadressen, die man gemeinhin benutzt und in die Adresszeile des Browsers eintippt, wenn man mit der jeweiligen Site Verbindung aufnehmen will. Die Übersetzung des Domainnamens zu der für die Verbindung unabdingbare Zahlenfolge übernimmt ein DNS-Server.

IPV4

Der IPV4-Standard reicht aus für knapp 4 ½ Milliarden Adressen, was bei der Etablierung 1981 als ausreichend angesehen wurde, den gesamten Planeten mit genügend Internet-Adressen versorgen zu können. Heute, 30 Jahre später, benötigen aber nicht nur PCs Internetadressen, sondern auch Tablets, Smartphones, Internetradios, Fernseher und sogar moderne Stromzähler und Elektroautos – unter anderem. Kein Wunder, dass dem veralteten Standard IPV4 mittlerweile die Puste ausgeht und es dem neuen IPV6 drängelt, aus den Startlöchern zu kommen.

IPV6

Bei IPV6 setzt sich eine Adresse aus maximal 32 Stellen zusammen (statt 12 bei IPV4), wobei man den Zahlenraum darüber hinaus auf den hexadezimalen ausweitete (die Ziffern 0 bis 9 plus die Buchstaben A bis F). Damit lassen sich geschätzt 340 Sextillionen IP-Adressen verwirklichen. Ferner macht IPV6 Schluss mit dem netzneutralen Verhalten des alten Standards und erlaubt die Ausstattung der Datenpakete mit einem Prioritätsmerkmal, das sogenannte Flow-Label, das bei der Übermittlung eine bevorzugte Behandlung erzwingt. Damit sollen Videoübertragungen und andere Multimediadienste zuverlässiger werden.

IPV6 und die Privatsphäre

Eine weitere wichtige Änderung bei IPV6 im Gegensatz zu IPV4 betrifft die Privatsphäre. Mit IPV6 werden Internetadressen nicht mehr auf Grundlage der festen MAC-Adresse einer Netzwerkkarte errechnet, sondern nach Zufallsprinzipien erstellt. Damit entfällt der Rückschluss auf ein bestimmtes Gerät. Allerdings: Der Zuwachs an Privatsphäre wird durch einen Wegfall an anderer Stelle erkauft. Wird deinem PC bei jeder Einwahl ins Internet (oder mindestens einmal am Tag) bisher eine neue IP-Adresse zugewiesen, so reicht der Adresspool bei IPV6 aus, jedem PC auf diesem Planeten seine statische Adresse zuweisen zu können. Dies kann von Vorteil sein, beispielsweise wenn jemand seine eigene Website hosten möchte, erlaubt auf der anderen Seite aber auch eine leichtere Identifizierbarkeit. Immerhin: Verschiedene Zugangsanbieter haben bereits angekündigt, auch in Zukunft die IP-Adresse regelmäßig neu zu vergeben, indem sie zwei nutzen. Eine statische, die deinem Anschluss dauerhaft verliehen wird, und eine dynamische, die wie bisher bei der üblichen täglichen Zwangstrennung im 24-Stunden-Rhythmus wechselt. Die Geräte-ID wird hierbei durch das Betriebssystem verborgen.

IPV6 und CyberGhost VPN

Für die Anonymisierung durch CyberGhost VPN besitzt es allerdings keine Bedeutung, ob du regelmäßig eine neue IP-Adresse durch deinen Provider erteilt bekommst oder eine statische besitzt. Sowie du dich ins CyberGhost-Netz einloggst und anonymisiert wurdest, wird deine eigentliche IP-Adresse effektiv verborgen – egal, ob nun lebenslang aufgedrückt oder einem steten Wechsel unterworfen.

 

No pain, no gain: Datenschutz beginnt in den Köpfen der Menschen, nicht in den Thinktanks des Gesetzgebers

Wenn Datenschutz-Fiaskos wie aktuell die multiplen Sony-Einbrüche eines an den Tag bringen, dann ist es in erster Linie die Gelassenheit, mit denen ihnen begegnet wird – sowohl aufseiten der Betreiber als auch erstaunlicherweise aufseiten der Betroffenen. Bei den Betreibern stößt man schnell auf die Ursache der Ruhe: Sich vernünftig um die Daten der Kunden zu kümmern, war bislang oftmals teurer, als die Folgen eines Einbruchs zu verdauen. Erst recht, wenn man die Ersparnisse in den Jahren addiert, in denen man mit dieser Vogel-Strauß-Politik durchkommt.

Auf Anwenderseite mag es allerdings verwundern, dass ausgerechnet in einem Land, in dem der gemeine Häuslebauer erschreckt zusammenzuckt, wenn das Kamera-Auge des Google-Wagens über die Hecke lugt, die gleiche große Gelassenheit vorherrscht, wenn Millionen Kreditkartendaten ins Internet entfleuchen. Ein großes Rätsel ist es trotzdem nicht, nur zwei Seiten der gleichen Münze: Anonymität. Ein Bruch der Anonymität in dem einen Fall, eine angenommene, aber nicht existente Anonymität im anderen.

Die einen sehen ihre Anonymität durch den Google-Wagen gefährdet, weil vor ihrem geistigen Auge bekannte Gefährdungsmodelle auftauchen und sie den Verdacht hegen, sämtliche osteuropäische Diebesbanden sitzen nun versammelt bei einem Bier vor Google Earth, um das nächste Einbruchsobjekt auszuspähen. Den anderen bereiten hingegen keinerlei ins Internet entfleuchte Daten auch nur den Hauch von Sorge. Zu stark und unerschütterlich scheint der Glaube an Anonymität im Internet, der nur darauf beruht, alleine und unbeobachtet vor dem Monitor zu sitzen. Einzig beim Verlust von Kreditkartendaten mag sich ein etwas ungutes Gefühl einstellen – aber solange die Bank die Kosten übernimmt … was soll’s?

Die Vorstellungskraft, die den einen dazu verleitet, sein Haus oder seine Wohnung zu verpixeln, scheint somit den anderen vollständig zu fehlen. Die angenommene Sicherheit wird für bare Münze genommen, und während man alleine vor seinem Rechner sitzt, kann man sich kaum begreifbar machen, dass irgendwo dort draußen im Netz zig Tausende nur darauf warten, persönliche Daten oder Bankinformationen abzugreifen.

Was beide Gruppen eint, ist fehlendes Wissen darüber, was im Netz machbar ist und was nicht. Die einen verlieren sich als Reaktion in überbordende Ängste, die anderen verdrängen ob der Anforderungen, die Wissen unter Umständen als Folge mit sich bringt, nahezu sämtliche Gefahren und verfallen selbst dann noch dem Herdenprinzip, wenn es sie direkt erwischt. „Da sind Millionen an Kreditkartendaten entwichen. Da wird es doch wohl nicht ausgerechnet mich erwischt haben, oder?“ Eher oder, denn die Auswertung erfolgt automatisch und der Verkauf der Daten in Paketen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Kreditkarte dabei ist, ist somit nicht verschwindet klein (wie angenommen), sondern erschreckend hoch. Auch wenn man ‚nur‘ seine persönlichen Daten verloren hat, kann man sicher sein, dass irgendjemand sie schon kaufen wird. Und wenn Kriminelle nichts damit anfangen können, beispielsweise zum Onlinekauf von Waren, wird sich bestimmt ein Datensammler dafür interessieren.

Was bleibt? Die Einsicht, dass das Internet nicht nur der Spielplatz der eigenen Wünsche und Bedürfnisse ist, sondern auch das Feld derer, die eben genau daran Interesse besitzen. Hohes Interesse, denn mit persönlichen Daten lässt sich sowohl viel Geld verdienen als auch Kontrolle ausüben. Nur, überwältigend sind sie alle nicht. Weder die Wirtschaft noch der Staat noch Cyber-Kriminelle. Und der Internetreisende nicht hilflos. Man muss sich nur damit abfinden, sein Gehirn wieder einzuschalten. Das beginnt mit dem bewussten Einsatz eines Browsers und dem Steuern von Cookies und endet mit einem Anonymisierungs-Tool wie CyberGhost VPN noch lange nicht. Jeder Schritt zu mehr Datenschutz im eigenen Haus ist der richtige Schritt und macht das Leben sicherer. Wie gesagt: No pain, no gain.

PS: Niemand ist in seinem Bestreben alleine, mehr persönliche Sicherheit und Freiheit im Internet zu erlangen. So findest du unter www.awxcnx.de das Privacy Handbuch der German Privacy Foundation e. V. und auch CyberGhost wird demnächst damit beginnen, dich Schritt für Schritt in die Sicherung deiner Datenwelt einzuführen. Was Ersteres betrifft: go for it. Was Letzteres betrifft: stay tuned.

 

Damn, I survived the Interview, ähh … Internet

CyberGhost ist voll ins Merchandising eingestiegen. Ok, das war jetzt übertrieben, weil wir in diesem Bereich eigentlich noch in den Kinderschuhen stecken und uns vorsichtig vortasten, aber wir haben mittlerweile einen guten Satz T-Shirts und Taschen mit coolen Sprüchen parat, die ihr auf unserem Shop unter

http://cyberghost.spreadshirt.net/

finden könnt und die nicht nur auf IT-Messen gut ankommen.

Unbedingt empfehlenswert: ‚Damn, I survived the Internet‘ – was heutzutage ja nicht mehr so leicht ist, wie ihr alle wisst. Und natürlich das Disco-Motiv schlechthin: ‚Take your chance while I’m still visible‘. Es gibt die Shirts in allen Größen (S, M, L, XL) für Männer und Frauen, während die Umhängetaschen mit Einheitsgröße daherkommen und völlig geschlechtsneutral sind. Das war so geplant :-). Aber im Ernst, schaut einfach mal rein, die Preise schwanken zwischen 18 komma sowieso und knapp 25 Euro und bewegen sich damit leicht unter Festival-Niveau. Was in Ordnung ist, wie wir finden.

Und das Interview aus der Überschrift? Das fand anlässlich der Shop-Eröffnung statt und ließ unseren frisch gebackenen Pressesprecher (das ist der, auf den alle Finger zeigten bei der Frage, wer mit den Leuten reden soll) schon Tage vorher zittern. Er hat’s geschafft – und, wie wir finden, auch noch gut. Das heißt, er darf es wieder machen. Was wir wiederum noch besser finden.

Wer das Interview lesen möchte, findet es hier:

http://blog.spreadshirt.net/de/2011/05/31/cyberghost-damn-ich-habe-das-internet-uberlebt/

 

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