Archive - April 2014

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Tablet-VPN ureinfach: Die CyberGhost VPN Android-App
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Metadaten: unbedenklich, ungefährlich und nur von zweitrangiger Bedeutung?
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Neue CyberGhost-Version: Anonymitätstest, verbesserter Schutz vor IP-Leaks & mehr
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Heartbleed-Bug: Austausch von SSL-Zertifikaten
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Heartbleed-Bug: So reagierst du drauf …
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Hoppla, neues Ungemach: Horror-Bug in OpenSSL
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CyberGhosts Expresshilfe für türkische Internet-User
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Neue Server in Holland
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Such‘ den Aprilscherz: Erde bekommt Sitz im Galaktischen Rat für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit oder CyberGhost VPN-Abo für nur € 9,99

Tablet-VPN ureinfach: Die CyberGhost VPN Android-App

Hat ein wenig länger gedauert als geplant – aber dafür haben wir uns so richtig ins Zeug gelegt und statt einer einfachen Benutzeroberfläche zur Konfiguration von L2TP oder PPTP eine echte OpenVPN-App aus dem Hut gezaubert – mit immenser Serverauswahl und überhaupt allem, was an der Desktop-Anwendung so richtig Spaß macht.

Die CyberGhost-Android-App für Smartphones und Tablets mit Android 4.x ist VPN zum Anfassen, passgenau geschneidert für größere und kleine Displays und im Prinzip der kleine Bruder (oder die kleine Schwester) der Desktop-Anwendung für Windows oder MacOS. Wer diese kennt, wird sich auf der App sofort zuhause fühlen. Der einzige Unterschied: Statt der Maus kommen die Finger zum Einsatz. Wie gesagt: VPN zum Anfassen.

Neugierig? Dann lade dir die aktuelle Beta herunter und teste das gute Stück nach Herzenslust aus – auch ohne gültiges Abonnement, denn die App ist komplett im Free Service unter den üblichen Bedingungen nutzbar. Und wird es auch bleiben …  obwohl, es ist natürlich immer besser, eine satte Auswahl zwischen knapp 300 Servern in 23 Ländern zu haben 😉

Also, tu’ dir keinen Zwang an und rüste dein Smartphone oder Tablet mit einem echten VPN aus, immer noch der beste und einfachste Weg, Zensur zu umgehen, blockierte Inhalte aufzurufen, ID-Tracking zu erschweren und generell Werbetreibenden, unbotmäßigen Geheimdiensten und allzu neugierigen Webseiten-Betreibern eine lange Nase zu zeigen.

Systemvoraussetzungen: Android 4 (und darüber)

Hinweis: Da es sich um eine Betaversion handelt, die nicht vom Android Market stammt, muss die Installation ausdrücklich erlaubt werden. Nach dem Download der APK-Datei oder dem Aufruf sollte eine entsprechende Meldung erscheinen, in der man die Installation von Fremdanwendungen in den Einstellungen zum Android-Gerät erlauben kann.

Metadaten: unbedenklich, ungefährlich und nur von zweitrangiger Bedeutung?

Metadaten mögen vieles sein, eines allerdings nicht: zweite Wahl. Im Gegenteil, sie sind durchaus in der Lage, Menschen selbst dann zu durchleuchten, wenn diese gerade einmal nicht direkt abgehört werden. Das haben mittlerweile verschiedene europäische Verfassungsgerichte so erkannt und dargelegt und vor kurzem auch der Europäische Gerichtshof, der die Europa-weit eingeführte Vorratsdatenspeicherung, die sich eben jener Daten widmet, schlichtweg aus der Agenda strich.

Leider verhindert die Einsicht und das demokratische Rechtsverständnis professioneller Juristen nicht die Uneinsichtigkeit und Unvernunft vieler Politiker, Polizisten und Geheimdienste, die in dem Werkzeug ‚Vorratsdatenspeicherung‘ trotz aller Grundrechtseingriffe nach wie vor das geeignete Mittel erkennen wollen, Straftaten im Bereich der Schwerstkriminalität aufzuklären. Dabei bereichern sie die deutsche Sprache nicht nur mit neuen, unnützen und unlogischen Steigerungsformen, sondern ignorieren auch alle Erkenntnisse über die Tiefe der Eingriffe in die Privatsphären der Menschen, die eine Vorratsdatenspeicherung mit sich bringt. Denn: Metadaten, also jene Daten über dein Kommunikationsverhalten, sind für staatliche Dienste wie für Hacker und andere Kriminelle mindestens so interessant wie die Inhalte selbst. In vielen Fällen sogar interessanter, denn hier müssen keine Lügen, Selbstlügen, geschönte Tatsachen und sonstige Verdrehungen, die in üblichen Gesprächen an der Tagesordnung sind, ausgefiltert und interpretiert werden.

Metadaten repräsentieren Fakten; in aller Regel wird man nicht mal so eben mit einer Pistole vor der Nase gezwungen, bestimmte Webseiten aufzurufen oder Personen zu kontaktieren. Metadaten verraten unleugbar, wie lange du mit wem telefonierst, wo du dich dabei aufhältst, wem du simst, wem du E-Mails schickst und welche Anlaufstellen du im Internet besitzt. Außerdem dabei: Öffentliche Statements auf beliebten Plattformen wie Facebook, YouTube, Google und Yahoo, wobei die Extraktion deiner echten sexuellen Orientierung dabei noch die harmloseste Anwendung darstellt. Ein wenig heikler ist dann bereits deine politische Einstellung – und beides zusammen unter Umständen hochbrisant mit verwertbarem Erpressungspotenzial; und das nicht nur, wenn du ein konservativer, homophober Hardliner mit bisexuellen Tendenzen bist.

Wie brisant Metadaten genau sein können (nämlich dann, wenn sie abgehört werden), hat der Grünen-Politiker Malte Spitz bereits vor knapp drei Jahren eindrucksvoll skizziert und auf Zeit Online veröffentlicht. Eine ähnlich eindrucksvolle Präsentation des eigenen Lebens gelang jetzt auch dem Schweizer Politiker Balthasar Glättli, der seine Vorratsdaten aus sechs Monaten visualisieren und jene von anderen Menschen, darunter seine Frau, gleich mit einfließen ließ. „Daraus,“ so die Neue Zürcher Zeitung, „lässt sich ein Kontaktnetzwerk spinnen, welches auch Rückschlüsse auf die Beziehungen zwischen den einzelnen Adressaten erlaubt.“ Und: „Der anfänglichen Euphorie für das politische Statement gegen die Vorratsdatenspeicherung“ sei mit Fortgang des Experiments schnell einem Gefühl der Entblößung gewichen: „Man fühlt sich ziemlich schnell nackt,“ sagte Glättli zu seiner politischen Aktion.

Wie kann man sich schützen? Geht es überhaupt? Ja, allerdings nur auf die harte Tour. Ohne Verhaltensänderung wird es nichts werden – zumindest so lange nicht, wie der aktuelle Gleichmut vieler Bürger Privatsphärenverletzungen gegenüber als stillschweigende Akzeptanz interpretiert wird und als Rechtfertigung, die Daumenschrauben mit den nächsten Forderungen zur ‚Sicherheit aller‘ noch ein wenig stärker anzuziehen. Eine Maßnahme unter anderen ist dabei: Ein VPN für Surfausflüge nützen – eines wie CyberGhost natürlich, ohne Logs und mit starker Verschlüsselung. Damit fällt die Sammlung und Analyse der besuchten Webseiten bereits unter den Tisch – vorausgesetzt natürlich, man beachtet weitere einfache Sicherheitsregeln wie beispielsweise den Verzicht auf soziale Netzwerke während einer anonymen Sitzung.

Und zur Beruhigung: VPN klingt zunächst einmal teuer und kompliziert – mit CyberGhost ist es aber weder noch. Zur Installation reicht ein Klick und zur Anonymisierung nur noch ein weiterer – wenn man will auch komplett kostenlos im Free Service. Ausprobieren? Gerne: Download.

Neue CyberGhost-Version: Anonymitätstest, verbesserter Schutz vor IP-Leaks & mehr

Die neue CyberGhost-Version 5.0.13.10 hat es in sich – wortwörtlich, denn mit neuen Optionen kannst du deine Anonymität jetzt noch effektiver schützen und so ganz nebenbei Blockierungsversuchen seitens deines Providers oder deiner Regierung ein Schnippchen schlagen.

An erster Stelle der neuen Version steht das überarbeitete SecureConnect-Feature: Ab sofort wird der komplette Datenverkehr bei einer aktiven VPN-Verbindung über die virtuelle VPN-Netzwerkkarte geleitet – und jeder andere Verbindungsversuch, beispielsweise durch Dritt-Software, blockiert, um IP-Leaks wirkungsvoll zu verhindern. Routen können dadurch nicht mehr zurückgesetzt oder geändert werden. Eng damit zusammenhängend bleibt jetzt bei einem unerwarteten Abbruch der VPN-Verbindung sämtlicher Datenverkehr ins Internet komplett gesperrt, bis eine explizite Freigabe erfolgt.

Und falls es einem Programm doch einmal gelingen sollte, sich am SecureConnect vorbeizuschmuggeln? Abgesehen davon, dass es wenig wahrscheinlich ist (wir aber nicht in die Zukunft sehen können), wurde eine zusätzliche Sicherung eingebaut. Ein Anonymitätstest überprüft jede Minute deine Verbindung auf IP-Leaks und warnt dich, falls Internet-Traffic am VPN vorbeigeleitet wird.

Die weiteren Änderungen:

  • NEU! TCP statt UDP bevorzugen: Im Regelfall stellt CyberGhost eine Verbindung über UDP her. Der Vorteil: UDP überprüft Datenpakete weniger scharf als TCP und erlaubt dafür höhere Geschwindigkeiten. Der Nachteil: Es kann zu abgebrochenen oder defekten Downloads kommen und in Spielen können Pakete verlorengehen. TCP auf der anderen Seite steht für stabilere Verbindungen, durch die zusätzlichen Prüfroutinen findet aber leider auch eine Verlangsamung des Datenverkehrs statt. Aktiviere diese Option, wenn zu oft wenig verlässliche Verbindungen aufgebaut werden. Die Option kann auch dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn ein Provider UDP-Verbindungen blockt oder drosselt.
  • NEU! Zufälligen Port beim Verbindungsaufbau verwenden:  Diese Option ermöglicht, dass CyberGhost-Verbindungen über einen zufälligen Port laufen (der bei jedem Verbindungsaufbau anders gesetzt wird), statt über einen festen, der es Providern erlaubte, CyberGhost-Verbindungen zu drosseln oder zu blockieren. Die Port-Bereiche, aus denen der Client sich jetzt bedient, können beliebig geändert werden, falls dies notwendig werden sollte.
  • NEU! Skalierbare Nutzeroberfläche plus 5 neue Sprachen: Polnisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Rumänisch.
  • NEU! Server-Ausnahmen gelten jetzt auch für PrivacyControl (die definierten Adressen werden also nicht mehr von PrivacyControl erfasst)
  • NEU! P2P-Warnung für bestimmte Server, dass P2P-Traffic dort blockiert wird
  • Neu! Option ‘Beta-Updates installieren’ hinzugefügt
  • NEU! Extra-Konfigurationsoptionen, die nur Supportzwecken dienen und über eine besondere Tastenkombination aufrufbar sind. Dadurch entfallen zukünftig Änderungen in der Windows-Systemregistrierung nach Support-Anweisungen.
  • FIXED! Korrekte visuelle Anzeige beim Aufsuchen eines alternativen Servers, falls ein automatisch angewählter Server nicht erreichbar ist.
  • UPDATED! Speichernutzung unter PrivacyControl optimiert
  • FIXED! Aktiviertes PrivacyControl erlaubt jetzt Verbindungen zum Local Host
  • UPDATED! Die Funktion ‘Virtuelle Netzwerkkarte reparieren’ setzt jetzt auch den TCP/IP-Stack zurück

CG_Einstellungen

 

Die neue Version ist ab sofort auf der Downloadseite verfügbar, wird aber auch automatisch über den Client eingespielt.

Heartbleed-Bug: Austausch von SSL-Zertifikaten

Der Internet-GAU mit der netten Bezeichnung ‘Heartbleed’ hält uns alle noch auf Trab: Euch mit Updates für wichtige Programme und Betriebssysteme sowie des Austausches von Passwörtern, uns mit dem Patchen von Servern und zurzeit mit dem Austausch von SSL-Zertifikaten.

Zu diesem Zweck müssen wir jetzt alle Server, die sich nicht im laufenden Betrieb umrüsten ließen, stückweise für 5 bis 10 Minuten vom Netz nehmen, die SSL-Zertifikate austauschen und wieder hochfahren. Dabei werden die gerade eingeloggten User zwangsläufig vom Server ‘geschubst’ – was uns natürlich leid tut, aber es dient unser aller Sicherheit. Bitte denkt daran, wenn ihr in den nächsten Tagen auf die entsprechenden Server einloggt. Dies gilt ganz besonders für jene, die CyberGhost mit einem nativen Protokoll verwenden und nicht mit dem Client, dessen SecureDisconnect-Feature sofort einschreitet und alle Verbindungen blockiert.

Für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigen wir uns. Wenn du mehr über den Heartbleed-Bug erfahren möchtest, konsultiere unseren Blog-Artikel von letzter Woche. Dort erfährst du auch, wie du am besten auf die Bedrohung reagierst.

Die Zuweisung der Zertifikate erfolgt an zwei Tagen, Mittwoch, den  16. 04. und Donnerstag, den 17. 04. 2014 nach folgender Liste:

Amsterdam-S02 Mittwoch, 8:00 CET
Amsterdam-S03 Mittwoch, 8:00 CET
Bucharest-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Bucharest-S03 Mittwoch, 8:00 CET
Bucharest-S05 Mittwoch, 8:00 CET
Dublin-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Erfurt-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Erfurt-S02 Mittwoch, 8:00 CET
Erfurt-S03 Donnerstag, 8:00 CET
Erfurt-S04 Donnerstag, 8:00 CET
Espoo-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Frankfurt-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Frankfurt-S02 Mittwoch, 8:00 CET
Frankfurt-S03 Donnerstag, 8:00 CET
Frankfurt-S04 Donnerstag, 8:00 CET
Graz-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Hamburg-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Hamburg-S04 Mittwoch, 8:00 CET
Hamburg-S05 Mittwoch, 8:00 CET
Kiev-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Laval-S01 Mittwoch, 8:00 CET
London-S01 Donnerstag, 8:00 CET
London-S03 Donnerstag, 8:00 CET
London-S04 Donnerstag, 8:00 CET
LosAngeles-S02 Mittwoch, 16:00 CET
Luxembourg-S01 Donnerstag, 8:00 CET
Milano-S01 Donnerstag, 8:00 CET
NewYork-S08 Mittwoch, 16:00 CET
Oslo-S01 Donnerstag, 8:00 CET
Prague-S01 Donnerstag, 8:00 CET
Reykjavik-S01 Donnerstag, 8:00 CET
Singapore-S01 Mittwoch, 8:00 CET
Tampa-S01 Mittwoch, 16:00 CET
Warsaw-S01 Donnerstag, 8:00 CET
Zurich-S04 Donnerstag, 8:00 CET
Zurich-S05 Donnerstag, 8:00 CET

Heartbleed-Bug: So reagierst du drauf …

Gefahren erkennen und Kennwörter ändern!

Der SSL-Heartbleed-Bug hat sich zu einem der schwersten Sicherheitskrisen des Internet entwickelt, mit Folgen nicht nur für Systemadministratoren, sondern auch für jeden einzelnen User, der Dienste wie beispielsweise von Google oder Facebook in Anspruch nimmt. Denn ein frisch gepatchter und nun wieder sicher verschlüsselter Server bedeutet nicht, dass die betroffenen Anwender wieder beruhigt zum Tagesgeschäft übergehen können.

Welche Bedeutung besitzen SSL und OpenSSL? SSL ist die wichtigste Verschlüsselungstechnik im Internet und sorgt für eine sichere Übermittlung von Passwörtern und anderen sensiblen Daten. Die OpenSSL-Bibliothek, die jetzt für so viel Aufsehen sorgt, kommt auf nahezu allen Webseiten zum Einsatz und beinhaltet in der Version 1.0.1 einen Fehler, der es erlaubt, auf genau diese Daten zuzugreifen, sie auszulesen und damit zu stehlen. Es spricht auch einiges dafür, dass die Lücke bereits im großen Stil von Geheimdiensten ausgenutzt wurde.

Wer ist betroffen und wie kann man sich schützen? Betroffen ist im Prinzip jeder Anwender, allerdings weiß man naturgemäß von außen nicht so ohne weiteres, welcher Dienst im Internet denn nun tatsächlich gefährdet ist oder war, wenn dieser es für besser hält, zu schweigen. Bestätigt sind bislang soziale Netzwerke wie unter anderem Google Plus, Facebook, Instagram, Pinterest und Tumblr sowie Dienste wie bspw. Gmail, Yahoo Mail, Dropbox, Github und Minecraft. Auch kann man sich mit einem kurzen Check auf SSL Labs zumindest Klarheit darüber verschaffen, ob eine bestimmte Website zumindest aktuell zur einen oder anderen Seite gehört. Eine ständig aktuell gehaltene (aber zwangsläufig unvollständige) Liste findet man auf Mashable.com, wo die wichtigsten Plattformen aufgeführt sind. Auch kann man sich bei seiner Bank oder anderen wichtigen Anlaufstellen, die oft genutzt werden, danach erkundigen, ob deren Server betroffen waren und ob der aktuelle Patch aufgespielt wurde.

SSLLabs

Schützen kann man sich als Anwender sehr einfach. Für Betriebssysteme und Softwareprodukte sollte man – falls betroffen – die vom Anbieter (hoffentlich verfügbaren) Updates einspielen (Linux ist beispielsweise nahezu sofort aktualisiert worden) und für Webseiten, von denen man annehmen muss, dass bereits Passwörter gestohlen wurden, tauscht man stehenden Fußes seine Passwörter aus. Dies gilt auch für jene Kandidaten, bei denen man Zweifel hegt oder von denen man keine eindeutigen Aussagen bekommen konnte.

Übrigens: Offenbar ist auch Android 4.1 von der Sicherheitslücke betroffen – im Gegensatz zu iOS und OS X. Und auch mit CyberGhost befindest du dich auf der sicheren Seite. Details hierzu findest du im Blogeintrag von gestern.

Hoppla, neues Ungemach: Horror-Bug in OpenSSL

Aber keine Bange: CyberGhost ist sicher!

Dauer-Überwachung ist die große Geisel unserer Zeit. Kaum ein Tag, an dem uns nicht neue Horror-Nachrichten die morgendliche Surfrunde vermiesen, sei es nun die Aufdeckung eines weiteren Geheimdienstskandals oder die Bekanntgabe einer neuen Sicherheitslücke. Jüngstes Beispiel: Ein Programmierfehler kompromittiert offenbar die Verschlüsselung, den Schlüssel und die Daten der mit OpenSSL gesicherten Internetverbindungen. Das heißt, Angreifer wie die NSA können unbemerkt Schlüssel, Passwörter und andere private Daten abfangen.

Update (Passage neu geschrieben, um Missverständnisse zu vermeiden): Und nun die gute Nachricht, die an dieser Stelle die meisten Leser interessiert: CyberGhost ist nicht betroffen, der Client arbeitete zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Bugs (und davor) mit einer älteren, nicht kompromittierten Version von OpenSSL vor der kompromittierten 1.0.1 und wurde jetzt auf die sichere Version 1.0.1g aktualisiert. Beide Versionen enthalten den Fehler nicht. Die Server sind bereits gepatcht worden, die Neu-Zuweisung von Zertifikaten findet in den kommenden Tagen statt.

Für die User gebietet es sich aber trotzdem, darauf zu achten, dass hinsichtlich Betriebssystem und Software die aktuellsten Updates eingespielt werden – und zwar für alle Produkte mit OpenSSL-Basis, vom PC über Smart-TVs bis hin zum Router. Heise spricht in einer Nachricht zum Thema von ‚[…] im Wesentlichen alles, was irgendwie mit dem Internet spricht und keine proprietären SSL-Bibliotheken […] einsetzt‘.

Weitere Informationen und Links zu Updates findet ihr im Forum.

CyberGhosts Expresshilfe für türkische Internet-User

Warum sich CyberGhost entschlossen hat, den türkischen Internet-Anwendern mit 30.000 freien Premiumlizenzen zur Seite zu stehen, ist nicht schwer zu verstehen, wenn man sich die Entwicklung der Erdogan’schen Internetpolitik in jüngster Zeit ansieht und in der die Sperre des Microblogging-Dienstes Twitter ‚nur‘ ein vermutlich vorläufiger Höhepunkt war – und der mittlerweile auch durch die Sperre der Google-DNS sowie YouTube noch einmal getoppt wurde.

Wenig Hoffnung auf eine schnelle Glättung der Wogen und die rasche Wiederherstellung der Redefreiheit in der Türkei machen leider die Äußerungen des im Lande durchaus erfolgreichen Premierministers, der auf Kritik aus dem Ausland mit einem herzhaften „Interessiert mich überhaupt nicht!“ reagierte. „Jeder wird sehen, wie mächtig der türkische Staat ist.“ So bleibt abzuwarten, welche Internetdienste als nächstes gesperrt werden und ob es demnächst ein rein türkisches Intranet statt eines weltweiten Internets geben wird.

Zum gleichen Thema hat sich übrigens auch Michael Bird in seiner neuesten Ausgabe der ‚Red Couch‘ geäußert. Wer trotz der besorgniserregenden Lage in der Türkei ein wenig Spaß an der Situation haben möchte, sollte sich einwählen:

Für türkische Bürger, die der Onlinezensur im Lande etwas entgegnen wollen, stehen nach wie vor noch einige freie CyberGhost-Premium-Lizenzen zur Verfügung, abrufbar unter http://internetisfreedom.com. Dort muss einfach nur eine E-Mailadresse angegeben und die daraufhin zugesandte Lizenz innerhalb von 30 Tagen aktiviert werden (natürlich kann aber auch alternativ der Free Service genutzt werden).

Nahezu alle freien Lizenzen sind übrigens in Rekordzeit abgerufen worden und helfen jetzt türkischen Bürgern, die landesweit gesperrten Seiten wie YouTube aufzurufen und Tweets abzusetzen. Ein interessantes Bild der Aktion vermittelt auch unsere Infographic:

Turkey_CyberGhost 

Aber, es gibt nicht nur Befürworter, deshalb wollen wir die Gelegenheit nutzen, euch zusätzlich einige Argumente der Verfechter der Erdogan-Sperren vorzustellen. Hierzu zitieren wir aus einer Mail, die uns nach Bekanntwerden der Aktion erreichte – und aus unseren Antworten:

Frage: Darf man illegale Aktivitäten über den CyberGhost VPN-Dienst ausüben, darunter auch die Veröffentlichung privater Inhalte ohne Zustimmung der betreffenden Personen?

Antwort: Nein! Es gehört zu unserer eindeutigen Geschäftspolitik, solche Aktivitäten nicht nur zu missbilligen, sondern auch in unseren AGBs zu verbieten. Anwender, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, werden aus dem Dienst ausgeschlossen. Allerdings: Die Veröffentlichung ‚privater Sachverhalte‘ ohne Zustimmung der betroffenen Personen ist in Europa nicht grundsätzlich verboten. Bei Personen des öffentlichen Lebens könnten solche Veröffentlichungen sogar zwingend notwendig werden, beispielsweise in Fällen von Korruption oder anderen Straftaten. Im Zweifelsfall muss dann ein Gericht klären, ob und inwieweit Persönlichkeitsrechte höher zu gewichten sind als das Recht der Öffentlichkeit auf Aufklärung. Unseres Wissens ist eine solche richterliche Bewertung in den hier diskutierten Internetgesetzen der Türkei nicht oder bestenfalls nur rudimentär vorgesehen, so dass der Begriff ‚Privatsphäre‘ als Begründung für Websperren beliebig belegt und das Gesetzeswerk willkürlich angewendet werden können.

Frage: Werden Informationen über CyberGhost-Mitarbeiter verbreitet und werden diese Inhalte wegen persönlicher Beschwerden entfernt oder blockiert, spricht dies nicht gegen das Ideal der Internetfreiheit?

Antwort: Abgesehen davon, dass dies eine hypothetische Frage ist, existieren für solche Fälle bereits genügend rechtsstaatliche Mittel und die Möglichkeit, im Zweifel ein Gericht anzurufen. Eine Beschwerde allein stellt in unseren Augen keinen rechtlich begründeten Anspruch auf Entfernung beanstandeter Inhalte dar. Zur zweiten Teilfrage: Weder legt CyberGhost den Begriff ‚Internetfreiheit‘ so weit aus, dass damit Straftaten quasi ‚legalisiert‘ werden, noch akzeptiert das Unternehmen, dass der Begriff ‘Privatsphäre‘ so weit eingeengt wird, dass sich damit demokratische Fehlentwicklungen kaschieren lassen.

Frage: Die Internetgesetze der Türkei lehnen sich an EU-Richtlinien an, um die Privatsphären von Privatpersonen zu schützen. Bedeutet der Protest dagegen auch, dass dieselben Gesetze in Deutschland oder Rumänien ebenfalls abgelehnt werden und dass das Unternehmen generell gegen den Schutz der Privatsphäre im Internet ist?

Antwort: Die letzten Internetgesetze der Türkei halten sich unseres Erachtens nach nicht an EU-Richtlinien, sondern basieren auf eher eigenwilligen Interpretationen selbiger. Tatsächlich haben nicht nur Bürger sowie Journalisten- und Juristenverbände in der Türkei, sondern auch die Europäische Union das Vorgehen der türkischen Regierung scharf kritisiert. EU-Vertretern zufolge enthalten das Internetgesetz und die ebenfalls stark kritisierte Justizreform gesetzliche Regelungen, die sich im Widerspruch zu den wichtigsten Werten der EU befänden. Auch darf man dabei nicht vergessen, dass die Regierung Erdogan hiermit verschiedene 2007 eingeführte Regelungen verschärft. Heute sind bereits Tausende Internetseiten aus den unterschiedlichsten Gründen in der Türkei blockiert – zu denen jetzt der angebliche ‚Schutz der Privatsphäre‘ hinzukommt. Gesetze wie das angesprochene existieren im Übrigen ferner weder in Deutschland noch in Rumänien, so dass sich die zweite Frage erübrigt.

Frage: Wie will das Unternehmen die Privatsphären Dritter schützen?

Antwort: Was die Privatsphäre Dritter betrifft, so sind wir offensichtlich sehr erfolgreich darin, die Privatsphären von knapp 3 Millionen Anwendern im Internet vor Datenspionage zu schützen.

Frage: Wie steht das Unternehmen kriminellen und terroristischen Organisationen sowie der Verbreitung von illegalen Inhalten gegenüber?

Antwort: CyberGhost lehnt kriminelle und terroristische Handlungen sowie die Verbreitung von rassistischen, antisemitischen, sexistischen, homophoben und gewaltverherrlichenden Inhalten ab.

Frage: Werden Internetaktivitäten protokoliert, so dass kriminelle und terroristische Absichten sofort erkannt und die Behörden informiert werden können.

Antwort: Internetaktivitäten werden bei CyberGhost unter anderem aus Daten- und Privatsphären-Schutzgründen nicht protokolliert. Es würde auch gegen nationales und EU-Recht verstoßen, wenn wir als Dienstleister die Aktivitäten unserer Anwender aufzeichneten. Ausnahmen von dieser Regel kann nur ein Gerichtsbeschluss hinsichtlich eines genau definierten Nutzerkontos erzwingen. So sieht es das Gesetz in demokratischen Rechtsstaaten vor und so wird es befolgt. Ein Generalverdacht allen Anwendern gegenüber ist durch nichts gerechtfertigt.

Frage: Wie kann CyberGhost sicher sein, dass der Dienst nicht für illegale Aktivitäten genutzt wird?

Antwort: Kriminellen stehen andere und ‚bessere‘ Kommunikationsmethoden zur Verfügung als CyberGhost VPN, beispielsweise die Übernahme anderer Online-Identitäten, so dass der Verdacht Unschuldige trifft. CyberGhost hingegen stellt seinen Dienst Menschen zur Verfügung, die sich mit einfachen und effektiven Mitteln gegen Datenspionage zur Wehr setzen wollen oder müssen – und auch zur Abwehr von Identitätsdiebstahl.

Frage: Was genau waren die neue Regelungen in der Türkei, die Sie motiviert haben, die türkische Bürger kostenlos zu unterstützen?

Antwort: In erster Linie die weitreichenden Möglichkeiten der Internetbehörde, beliebige Internetseiten aus, wie CyberGhost findet, fragwürdigen Gründen zu sperren (und ein Gericht bestenfalls zu benachrichtigen) sowie eine Beseitigung der Inhalte binnen vier Stunden zu erzwingen. Wobei man nicht vergessen darf, dass sich die Regierung mit ebenfalls kürzlich beschlossenen Justizreform auch die entsprechende Macht bei der Besetzung von Richterposten angeeignet hat.

Im Übrigen opponiert CyberGhost nicht gegen die türkische Regierung, sondern unterstützt die türkischen Bürger, die sich mit den Entwicklungen der letzten Jahre nicht einverstanden erklären können. Dies ist ein sehr erheblicher Unterschied. CyberGhost ist ein Unternehmen und versteht sich nicht als politischer Parteigänger – aber CyberGhost ist auch ein Unternehmen mit starkem sozialen Verantwortungsgefühl.

Neue Server in Holland

Seit dem letzten Wochenende haben wir eine Anzahl neue Server in den Niederlanden in Betrieb genommen. Im Detail:

  • Amsterdam-S03-I01
  • Amsterdam-S03-I02
  • Amsterdam-S03-I03
  • Amsterdam-S03-I04
  • Amsterdam-S03-I05

Die aktualisierte Serverliste findet ihr wie üblich unter https://www.cyberghostvpn.com/de_de/server.

Abonnenten können den gewünschten Server im entsprechenden Menüpunkt im Client auswählen (erst im Client unten links das Land auf ‚Niederlande‘ einstellen, dann rechts den Server aktivieren).

Such‘ den Aprilscherz: Erde bekommt Sitz im Galaktischen Rat für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit oder CyberGhost VPN-Abo für nur € 9,99

Es hat sich gelohnt: 2.000 Jahre zivilisatorische Entwicklung vom Welt-Religionsstifter Jesus, der ausdrücklich darauf verzichtete, eine Kirche zu gründen, über ein helles Mittelalter, das so wichtige Erkenntnisse brachte wie ‚Die Erde ist doch keine Obstplatte‘ bis hin zur Neuzeit, die mit so einflussreichen Figuren glänzte wie Theodore New Deal Roosevelt, Martin Luther King und John F. Keine-Macht-den-Banken Kennedy, brachten der Menschheit geradewegs einen Sitz im Rat der Vernunft ein, vertreten durch einen einzigen Bürger: Norbert Kowalski, bislang frei schaffender Künstler mit bedingungslosem Grundeinkommen in Verden an der Aller. Abgeholt wird Kowalski in wenigen Tagen von der Botschafter-Arche des Rates, die auch die anderen Vertreter einsammelt und derzeit in einem Orbit um den blauen Planeten kreist:

https://www.youtube.com/watch?v=hEjQow3EIyg

Abschließend eine kurze Übersicht der letzten Ereignisse, die dazu führten, die Menschheit auf die nächste Entwicklungsstufe zu bringen (Stand: 1. April 2014):

  • NSA räumt ein, keine rechtliche oder moralische Grundlagen für dreiste Abhörmaßnahmen geltend machen zu können und kündigt an, den fast fertigen Neubau des Spionagezentrums zu einem Vorzeigebetrieb für biologische Hühnerzucht umzubauen.
  • US-Präsident Obama bekennt sich zu seiner Verantwortung, entlässt führende Angestellte der Unsicherheitsbehörden NSA, CIA, Homeland Security, Secret Service und 25 weitere Geheimorganisationen ohne Namen. Ex-Präsident Jimmy Carter übernimmt die Amtsgeschäfte bis zu Neuwahlen, da auch der Vizepräsident seinen Hut nimmt.
  • Führende europäische Politiker geben zu, am Sturz der korrupten ukrainischen Regierung beteiligt gewesen zu sein und attestieren Wladimir Putin Weitsicht und Vernunft, nicht die Krim heim ins Reich geholt zu haben.
  • Der türkische Premierminister Erdogan bedankt sich bei seinen Wählern für den ihm bescherten Erfolg und kündigt umfangreiche demokratische Reformen an, darunter die Öffnung des Landes Richtung Rede- und Pressefreiheit. Außerdem plant er die Einrichtung einer Therapiegruppe für anonyme korrupte Politiker, in der Gefährdete über die  Momente der Schwäche in ihren Leben plaudern, in denen Geld wichtiger war als die Sorge um Nation und Freiheit der Bürger.
  • Die deutsche Kanzlerin Merkel beschuldigt große Unternehmen, Korruption als Geschäftsmodell für sich entdeckt zu haben und kündigt an, Banken, Versicherungen und Stromkonzerne alle Subventionen zu entziehen und die so eingesparten Gelder stattdessen nach Griechenland und in die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens für alle EU-Bürger umzuleiten.
  • Führende Persönlichkeiten der wirtschaftlichen und politischen Elite entschuldigen sich bei allen Menschen dafür, sie fälschlich als ‚gierig‘ bezeichnet und auf dieser Behauptung eine Wirtschaftslehre gegründet zu haben. Sie meinten ausschließlich sich selbst.
  • Die japanische Bevölkerung erkennt, dass sie einer korrupten Mischpoke aus Politikern und Lobbyisten aufgesessen ist, die auch nach Fukushima an der Geldmaschine Atomkraft festhalten will, und jagt sie aus Amt und Land.
  • Selbstmordquote in Griechenland nach Merkel-Entscheidung auf Rekordniveau gesunken, Kinder kehren zurück zu ihren Eltern.
  • Führende deutsche Journalisten erkennen, dass die letzten drei Jahrzehnte Wirtschafts- und Sicherheitspolitik nur schlechte Aprilscherze waren und kündigen echte Arbeit an.
  • Das rumänische Internetunternehmen CyberGhost nimmt durch den Verkauf des Super-Angebots zum ersten April (kein Scherz) so viel Geld ein, dass alle Abonnements für ein Jahr ausgesetzt werden können und jeder Free User zum Premium User wird.

Super-Angebot zum 1. April:

12 Monate CyberGhost für nur € 9,99 (unlimitierte(r) Bandbreite/Traffic, PPTP, OpenVPN, L2TP, Zusatzschutz für Smartphones/Handys, 1 Gerät).

Update: Das Angebot ist mittlerweile leider abgelaufen – aber neue sind in der Pipeline. Bleibt auf Sendung …

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