CyberGhost wird Teil der Crossrider-Gruppe

Liebe CyberGhost-Freunde,

2011 habe ich CyberGhost in Bukarest, Rumänien, gestartet, zusammen mit einem kleinen, siebenköpfigen Team aus engagierten und außerordentlich motivierten jungen Leuten, die Vertrieb, Marketing und Verwaltung übernahmen. Ebenfalls an Bord: zwei Entwickler in Deutschland. Wir hatten nur wenig Geld auf unseren Konten, aber dafür eine kühne Vision: Wir wollten die Art und Weise ändern, in der Menschen das Internet nutzen, weil wir davon überzeugt waren, dass Privatsphäre und Sicherheit zusammen gehören. Das war es. Das war alles, was wir in den ersten Tagen hatten: ein gutes Team, eine großartige Idee und bergeweise Enthusiasmus.

Heute, sechs Jahre später, lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass die CyberGhost-Story eine Erfolgsgeschichte war und ist: Wir haben einen der weltweit führenden VPN-Dienste mit 179.000 zahlenden Abonnenten und mehr als 1,5 Millionen aktiven Anwendern pro Monat geschaffen. Wir stellen den Dienst kostenfrei zur Verfügung für jene, die dringend Privatsphäre benötigen, und versorgen unseren zahlenden Kundenstamm mit ausgefeilten Premiumfunktionen. Oftmals teilen unsere zahlenden Kunden auch einfach nur unsere Vision und sehen den Kauf eines Premium-Abos als Unterstützung für unser Bestreben, der Online-Privatsphäre wieder Geltung zu verschaffen.

CyberGhost wuchs von einem sehr kleinen Team aus sieben Digital-Freedom-Enthusiasten zu einem sieben Mal größeren, wobei das Ziel gleich blieb: den besten VPN-Dienst dort draußen zu schaffen. Wir operieren immer noch vom Hauptquartier im rumänischen Bukarest aus, während die Technik auch weiterhin ‚Made in Germany‘ ist, entwickelt in unserem wachsenden R&D-Center in Übach-Palenberg, nahe Aachen, Deutschland.

Online-Privatsphäre wurde in den letzten Jahren zu einem wichtigen Gut. Nicht zuletzt durch die 2013 publik gewordenen Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden erkennen viele Menschen zunehmend, dass Online-Privatsphäre keine beliebige Ware ist, sondern ein Recht, dass jedermann und jede Frau haben sollten, sobald er oder sie online gehen. CyberGhost war zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Stelle.

Von diesem Zeitpunkt an war mir bewusst, dass CyberGhost die Chance hatte, ein weltweite operierendes Unternehmen zu werden das seinem Nutzerstamm echten Mehrwert bieten kann. Aber dazu musste das Unternehmen die nächste Entwicklungsstufe erreichen: Um weiterhin die besten Leute im Markt anstellen zu können, um sich noch schneller entwickeln zu können und um die Mittel zu haben, das stete Wachstum zu finanzieren, das es braucht, um auch weiterhin zur Spitze zu gehören.

Deshalb war ich in den vergangenen Jahren offen für Gespräche mit potenziellen Partnern, die uns helfen könnten, die Nummer Eins im ‚Privacy as a Service‘-Geschäft zu werden. Ich wollte ein Umfeld schaffen, in dem wir jeden Tag besser werden können und sowohl Nutzer- als auch Beschäftigungszahlen sich stetig erhöhen. In diesen Jahren lehnte ich einige Kaufangebote ab, wie sie HideMyAss wahrnahm, und verzichtete auf Investoren, wie sie bei Hotspotshield und Zenmate einstiegen. Keiner dieser potenziellen Partner passte zu uns und ich konnte nicht erkennen, worin der Vorteil eines solchen Deals für unsere Nutzer und unserem Team liegen sollte.

Schließlich traf ich vor einigen Monaten Daniel, COO von Crossrider PLC, ein in London börsennotiertes Unternehmen, das daran interessiert war, im Online-Sicherheitsbereich zu investieren. Und zum ersten Mal seit langer Zeit fühlte sich ein Gespräch mit einem potenziellen Partner gut an. Weil wir nicht nur über Zahlen redeten, sondern auch über Visionen, Strategie und Chancen für die Zukunft von CyberGhost VPN, seinen Nutzern und dem Team. Wir teilten die Vision, großartige Produkte herzustellen, die unseren Nutzern echten Mehrwert bieten. Beide Unternehmen eint auch eine ähnliche Geschichte, nur umgekehrt erzählt. Während CyberGhost sich vom ersten Tag an auf Privatsphäre und Sicherheit fokussierte, begann Crossrider als Firma, die Browser-Erweiterungen vertrieb und Werbetechnik-Produkte entwickelte. Im Prinzip das Gegenteil von dem, was wir taten.

Es dauerte nicht lange, bis Crossrider erkannte, dass sie kein nachhaltiges Geschäftsmodell besaßen und ihren Fokus sowie das Management-Team änderten, um tragfähige B2C-Produkte zu entwickeln, darunter Cyber-Sicherheit als wichtigste Sparte.

Darum, und wegen der Geschichte beider Unternehmen, hatten das Crossrider-Management-Team und ich vom Tag Eins die gleichen Ideen und dieselbe Vision für CyberGhost: ein nachhaltiges Geschäftsmodell im Bereich Privatsphäre und Sicherheit zu erschaffen.

So ist CyberGhost von nun an Teil der Crossrider-Gruppe.

Was bedeutet dies für dich als Nutzer? Die Antwort ist sehr einfach: alles bleibt gleich, nur in einer viel besseren Version als vorher. Das gesamte Management von CyberGhost bleibt an Bord und wir werden weiterhin in unser Team investieren, das sich um Entwicklung, Kundenbetreuung und so weiter kümmert. Wir haben das Best-Case-Szenario realisiert, das ein Deal als Ergebnis überhaupt haben kann: Für dich als User ist es ein Gewinn. Für unsere Mitarbeiter ist es ein Gewinn. Für mich persönlich ist es ein Gewinn. Für Crossrider ist es ein Gewinn.

Jetzt arbeiten wir hinter den Kulissen daran, die Integration in die Crossrider Firmengruppe organisatorisch abzuschließen und zur Arbeit zurückzukehren. Wir haben bereits gute Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen. Die neue Android-App wurde jüngst veröffentlicht und wir konnten bereits sehr viel positives Feedback von euch, unseren Nutzern, verbuchen. Wie bisher werden wir jeden Tag den Kerndienst verbessern und hinter den Kulissen arbeiten unsere Ingenieure bereits an der nächsten Generation unseres Server-Infrastruktur-Betriebssystems und sind dabei, die Integration von IPV6 abzuschließen.

Hast du Fragen, zögere nicht, sie in der Kommentarsektion unten zu hinterlassen.

Vielen Dank für deine Unterstützung. Wir haben jeden Tag unser Bestes gegeben, um sie zu verdienen, und werden es an jedem Tag in Zukunft weiter tun.

Alles Gute,

Robert Knapp

CEO, CyberGhost AS

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Robert Knapp, CEO
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5 Comments

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  • Sorry, aber das macht mir persönlich wirklich zu schaffen. Ich muss zugeben, dass ich die Firma hinter dem Kauf nicht kenne, aber mit Sitz in London mache ich mir wirklich gedanken, ob ich wirklich bei Cyberghost bleiben kann.

    Was wenn jetzt ein britisches Gericht entscheidet dass Cyberghost Nutzungsdaten aufzeichnen muss. Großbritannien ist dafür bekannt, geheime Gerichtsverfahren und Urteile zu fällen. Also wie soll ich mir sicher sein dass nicht geloggt wird wenn geheim Crossrider dazu verpflichtet wird doch zu loggen?

    Und gerade Großbritannien kann leider nicht wirklich als Meilenstein der Privatssphäre herhalten.

    Zudem: wie schon gesagt: ich kenne die Firma nicht, und es ist leicht möglich dass man sich verspricht mit den Nutzerdaten mehr Reibach zu machen als diese eben zu schützen. Kurzfristige Gewinne sind oft sehr verlockend. Und hier die Nutzer zu loggen kann doch einiges an Gewinn einbringen.

    Denn eines mochte ich an Cyberghost verglichen mit den sogenannten anderen VPN anbietern wie HideMyAss die die Nutzerdaten hergeben wie gratiszuckerl: dass man sich auf euch verlassen konnte. Wie soll ich mir also sicher sein dass dem immer noch so ist?

    • Die Crossrider-Gruppe ist ein israelisches Unternehmen mit Sitz in London, das ist richtig. Und der rasante Aufbau von Überwachungsmaßnahmen in Großbritannien ist nicht zu übersehen. Aber CyberGhost hat seinen Sitz weiterhin in Rumänien, womit für uns die rumänischen Gesetze gelten. Es werden also auch in Zukunft keine Logs angelegt, da können Richter im Ausland noch so viele Geheimurteile fällen. Auch das Anlegen von Logs zur Analyse von Nutzerdaten steht nicht zur Debatte. Logs sind für CyberGhost seit jeher ein Tabuthema gewesen und, so weit abzusehen, wird sich daran nichts ändern. Natürlich können auch wir nicht in die Zukunft sehen und wissen nicht, ob und wie sich Freiheitsrechte auch in Europa ändern werden, aber eine Rechtssprechung, die den rechtlichen Status von VPNs zum Nachteil der Anwender ändert, wird mit Sicherheit öffentlich diskutiert und nicht heimlich eingeführt werden. Dann bleibt immer noch genügend Zeit zum reagieren.

  • Danke für die Info. Sorry, aber meine Sorge war gut begründet, möchte GB ja gerade jetzt wieder eine Hintertür in Whatsapp einbauen; anonym kommunizieren ist ja schon förderung von Terrorismus heutzutage. Wie lange es noch dauert bis sie das auch für VPN verlangen ist ja nur noch eine Frage der Zeit.

    Daher meine Frage. Danke für die Info!

  • Nicht gut.

    Eine sehr schlechte Nachricht wie ich finde, denn es schadet in erster Linie einmal der Transparenz ohne den genauen Sachverhalt zu kennen. Wo genau der Benefit für den Kunden entstehen soll müsstet Ihr dringend einmal näher beleuchten. Über Crossrider findet man ja nicht allzuviel aber auf der HP des neuen Besitzers steht: “Our company utilizes its proprietary marketing technology platforms to prospect, optimize and monetize mobile and web media.” Mein Vertrauen habt Ihr gerade vollständig verloren und ich werde mich wiedereinmal nach einem anderen Dienst umsehen müssen, obwohl ich eigentlich mit Eurem Service super zufrieden war. Schade Leute – ECHT!

    Mögt Ihr an den 9,2 Mio Euro nicht ersticken.

    Gruss

    Langjähriger CG-User

    • Vielen Dank für deinen aufrechten Kommentar. Ernsthaft. Es gab nach dem Verkauf viele Zuschriften und Anfragen, manche verständnisvoll, manche weniger nett – aber nur wenigen war anzumerken, dass sie tatsächlich enttäuscht über die Veränderung waren, weil sie CyberGhost an sich positiv zugetan waren. Dieses Vertrauen möchten wir natürlich nicht verlieren, wissen aber auch, dass die neue Situation für viele User erst einmal unübersichtlich ist. Auf der anderen Seite: Es haben sich nur die Eigentümerverhältnisse geändert. Zuvor gehörte CyberGhost deutschen Unternehmern, jetzt einem global operierenden israelischen. Bestehen bleibt die Ausrichtung und der Geschäftsführer Robert Knapp, der auch in Zukunft als Garant für die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer die Ausrichtung des Unternehmens und des Projekts CyberGhost bestimmt – mit dem Unterschied, über mehr finanzielle Mittel zu verfügen. Auch der Standort bleibt in Bukarest, Rumänien bestehen, also außerhalb der 14-Eyes-Gemeinschaft. Und die Mannschaft wird ebenso weiter dafür eintreten, das Internet nicht zum Spielball der Mächtigen verkommen zu lassen.

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