Klopf, klopf: Loggt da jemand?

Die meisten Internetanwender mit hohen Ansprüchen an die eigene Online-Privatsphäre sind sich der größten Schwachstelle eines privatwirtschaftlich organisierten Anonymisierungsdienstes sehr wohl bewusst: Profitbewusstsein. Das Bestreben, Profit erwirtschaften zu wollen, liegt in der Natur von Unternehmen, und so sorgen sich viele sicherheitsbewusste User zu Recht, ob die gleichen Unternehmen, denen sie ihre Daten zum Schutz anvertrauen, dieses Vertrauen nicht missbrauchen und das Gegenteil dessen machen, was vollmundig versprochen wird.

Das Misstrauen ist verständlich. Zum einen weiß man um den Druck, den VPN-Dienste seitens staatlicher Behörden und unkontrollierbarer Geheimdienste ausgesetzt sind und fürchtet, dass so mancher trotz dicker Hosen willenlos einknickt, wenn die Staatsmacht vor der Tür steht. Zum anderen kann man sich an einer Hand abzählen, dass umfangreiche Dienste mit weltweit stationierten Servern für die jeweiligen Betreiber alles andere als kostengünstig sind und es deshalb nicht nur VPNs gibt, die gegen Gebühr arbeiten, sondern auch solche, die die Daten ihrer Anwender als Bonuszahlung sehen – oder gleich ganz darauf bauen. „Wenn ein Produkt nichts kostet, dann bist du das Produkt.“ Das gilt so auch für VPN-Dienste, denn wird ein derart kostenintensiver Dienst umsonst angeboten, dann sind meistens die Daten der Nutzer der Treibstoff, mit dem er läuft.

Es geht auch anders

CyberGhost hat für sich und seine Anwender einen dritten Weg gefunden. Das Unternehmen sieht Privatsphäre als Mission, als Voraussetzung für ein demokratisches Internet, als Ziel aller Bemühungen und gleichzeitig als Treibstoff zur Profiterwirtschaftung. Privatsphäre als Mittel zum Zweck, und der Zweck ist der Erhalt der Privatsphäre: Privacy as a service.

So simpel kann es sein, und deshalb steht bei CyberGhost auch der kostenfreie Service nicht für Werbung durch Dritte zur Verfügung. Er finanziert sich ausschließlich über den Profit, der durch den Verkauf von Abonnements erzeugt wird – welcher wiederum darauf basiert, dass man Privatsphäre erfolgreich als Geschäftsmodell etablierte. ‚Keine Protokolle‘ ist dabei kein Marketing-Slogan, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Wir haben das Internet an den Kapitalismus verloren”, sagte Peter Sunde, Mitgründer der Pirate Bay und Internetaktivist, kürzlich in einem Interview. Zu Recht wahrscheinlich, denn persönliche Daten sind das Öl des 21. Jahrhunderts und wo sind mehr Daten zu holen als im Netz? Große Unternehmen sprechen Internetnutzern dementsprechend das Eigentum an ihren eigenen Daten ab, locken sie ihnen mit kostenlosen Angeboten aus den Taschen und fangen auf Umwegen auch jene ein, die sich mit Werbeblockern und VPNs dagegen zu wehren versuchen.

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Aber Kapitalismus ist eine Tür, die in beide Richtungen schwingt. Es kommt immer darauf an, wer sie öffnet und in welche Richtung es gehen soll. Man kann sein Heil darin sehen, Menschen zu kontrollieren und auszubeuten, aber auch darin, sie zu fördern und zu schützen. CyberGhost hat sich für die zweite Möglichkeit entschieden, und so basiert das Vertrauen der CyberGhost-Anwender in den Dienst nicht auf der vagen Hoffnung, dass irgendwie schon keine Daten mitgeschnitten werden, sondern auf der strikten Einhaltung der Privatsphäre jedes einzelnen anonymen CyberGhost-Kontos. Privatsphäre als Geschäftsmodell dient dem Erhalt von Privatsphäre dient dem Aufbau von Vertrauen dient der Unterstützung des Geschäftsmodells dient dem Erhalt von Privatsphäre dient dem Aufbau von Vertrauen …

Wie vertrauenswürdig sind demgegenüber Unternehmen, die über Nacht die Bühne betreten, über keine richtigen Kontaktdetails verfügen oder in zweifelhaften Ländern angesiedelt sind? Sind sie am Erhalt deiner Privatsphäre interessiert oder eher an dessen Korrumpierung oder gar daran, dass Privatsphäre für dich überhaupt ein Thema ist? Und was, wenn der fragliche Dienst auch noch komplett frei ist? Eine Browser-Erweiterung beispielsweise? Was ist es dann für Software, die man auf seinem Rechner installiert? Wie glaubwürdig kann ein kostenfreier VPN sein, der beispielsweise vorgibt, seine Anwender zu preisgünstigeren Reisen durch Standortänderungen zu verhelfen, wenn der gleiche Dienst zur gleichen Zeit Werbung für Reisedienste einspielt?

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CyberGhost VPN - Uli
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