Tag - Datenspionage

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Frohes neues Jahr: Top 5 der neuen BND-Befugnisse
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Auf Talfahrt: Internet-Freiheit geht weltweit den Weg des Dodos
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Browser-Checkliste für mehr Datensicherheit und Privatsphäre
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Wer dich angreift: Hacker, Späher und Datenspione (Teil 1)
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Was will das FBI von Apple?
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Datenspionage: Warum wir Angst haben sollten!

Frohes neues Jahr: Top 5 der neuen BND-Befugnisse

Was erwartet uns zum Jahreswechsel 2017, wenn das kürzlich beschlossene BND-Gesetz in Kraft tritt? Sichere Weihnachtsmärkte das ganze Jahr über? Gut bewachte Bahnhofsklos und Mülleimer an den Gleisen? Weniger Gewalt in U-Bahnen und unterirdischen Einkaufspassagen auch außerhalb der Geschäftszeiten? Eingedämmte Islamisierung in den Fußgängerzonen?

Oder doch nur anlasslose Massenüberwachung der Art ‚alle Telefonate abhören, alle Surfausflüge belauschen, alles an ausländische Geheimdienste weitergeben dürfen, nichts mehr begründen müssen und weniger Kontrolle haben‘? Um es kurz zu machen: Letzteres!

Kaique Rocha

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Auf Talfahrt: Internet-Freiheit geht weltweit den Weg des Dodos

Der Dodo war ein flugunfähiger Vogel, der im letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts ausstarb, die Internet-Freiheit ist ein in vielen Ländern ebenfalls flugunfähiges Konstrukt, das global gesehen den gleichen Weg einschlägt und mittlerweile im sechsten Jahr nacheinander schwere Schläge wegzustecken hat. Laut Studie des Freedom House, das für seinen Report ‚Freedom on the Net 2016‘ 65 Länder untersuchte, sinkt die Internetfreiheit weltweit auch in diesem Jahr weiter und offenbart eine Welt, in der mittlerweile zwei Drittel aller Internetnutzer mit einem zensierten Web leben müssen.

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Grafik ©: Freedom on the Net 2016

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Browser-Checkliste für mehr Datensicherheit und Privatsphäre

In einer Gesellschaft, in der Internet-Analphabeten gute Chancen haben, EU-Kommissare für Digitale Wirtschaft zu werden, und man Datensparsamkeit als wirtschaftsfeindlich verleumdet, braucht man sich eigentlich nicht entrüsten, wenn man plötzlich Opfer dieser wunderlichen Mischung aus Ahnungslosigkeit, Unwissenheit, Fahrlässigkeit und wohl auch Einfältigkeit wird. Wie jüngst eine ganze Reihe deutscher Politiker, deren Surfdaten über Browser-Plug-ins ausspioniert und anschließend verkauft wurden. Zusammen mit Dutzenden Journalisten und 3 Millionen anderen Deutschen übrigens.

Photo: © Luis Llerena, https://stocksnap.io/author/4440 Lizenz: Creative Commons CC0 license

Photo: © Luis Llerena, Creative Commons CC0 license

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Wer dich angreift: Hacker, Späher und Datenspione (Teil 1)

Gehört hat man allemal von ihnen, irgendwie. Gesehen hat sie kaum jemand, zumindest nicht bewusst, und viele spüren nicht einmal dann ihre Anwesenheit, wenn sie sich bereits auf dem eigenen System breit gemacht haben. Dabei haben sie das Zeug zum Gesprächsthema Nummer Eins: Hacker, Späher und Datenspione aller Art.

Kaique Rocha

Mit welchem Typus Mensch bekommt man es hier aber zu tun? Und vor welchen sollte man sich besonders in Acht nehmen? Sind sie anders als Menschen offline?

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Was will das FBI von Apple?

In den vergangenen Tagen war viel davon zu lesen, wie sich Teile der US-IT-Wirtschaft gegen die Spionagepläne der US-Regierung wehren – ausgelöst durch Apples Weigerung, das Telefon eines Tatverdächtigen zu hacken und zukünftig Hintertüren für Geheimdienste einzubauen. Aber was genau ist es eigentlich, das von Apple verlangt wird? Und warum ist es so wichtig, dass das Unternehmen widersteht? Auch hinsichtlich VPNs …

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Zunächst einmal: Zum ersten Mal in der Geschichte fordert die Regierung ein Unternehmen nicht einfach nur zur Unterstützung bei der Aufklärung einer Straftat auf, wogegen niemand wirklich etwas vorzutragen hätte, sondern verlangt öffentlich, dass Apple für seine Geräte eine komplett neue Software entwickele, die dessen hauseigene Sicherheitsfunktionen überflüssig werden ließe. Sicherheitsfunktionen, die jeden Apple-Anwender betreffen und jeden, der mit einem Apple-Anwender kommuniziert, und die essenziell sind, digitale Straftaten zu verhindern. Unterm Strich will man das Unternehmen dazu zwingen, einen Master-Schlüssel anzufertigen, mit dem jedes einzelne iOS-Gerät aufgeschlossen werden kann.

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Datenspionage: Warum wir Angst haben sollten!

„Was macht es schon, wenn jemand die eine oder andere Mail mitliest oder sich auf meinem Profil bei Facebook herumtreibt? Da ist nichts bei, was mir Schwierigkeiten bereiten könnte.“

Korrekt. Eine einzelne E-Mail oder ein einzelner Post besitzt kaum Gewicht und bestätigt die Verfechter des ‚Wen interessiert das schon?‘. Nur bleibt es leider nicht dabei. Mit jeder Flugbuchung, jeder Amazon-Bestellung, jedem Mail-Freund schält sich (d)ein Gesicht aus der anonymen Masse heraus, ausgestattet mit Gefühlsbeschreibungen, Lebensfeldumschreibungen, Bildern, Scores und Wahrscheinlichkeiten. Dies betrifft auch psychische Befindlichkeiten, die von den Einzelnen sorgsam in versteckten Bereichen ihres Selbst aufbewahrt und nach Möglichkeit nicht berührt werden. Besitzt jemand ein Gespür für Ungerechtigkeiten? Kann jemand ein Gefühl der Ohnmacht aushalten? Verliert jemand Berührungsängste zu Verschwörungstheorien? Beginnt sich ein Mensch, für die Propaganda der jeweiligen Gegenseite zu interessieren, weil die eigene nicht mehr überzeugt?

Das Ziel bist du

Daten im Netz werden längst nicht mehr nur eingesaugt und gesammelt. Das Internet 2014 ist das Internet der Profiler, Menschen und Programme, denen bereits wenige Daten und deren Querverbindungen ausreichen, um latente Gewaltbereitschaft, sexuelle Präferenzen, Bedürfnisse, Vorlieben, Antipathien und mögliches zukünftiges Verhalten zu diagnostizieren.

Wo kommen die Daten her? Suchmaschinen wie Google und soziale Netzwerke wie Facebook enthüllen bereits eine Menge, zum Beispiel für andere ‚Normalsurfer‘, die nach Informationen über einen möglichen Angestellten, den Nachbarn oder einem Blind-Date-Partner aus sind, aber auch für Geheimdienste, die auf den kompletten Datenschatz der Unternehmen zugreifen können: Mails, Postings, private Nachrichten, Freundeslisten, Bildungsinteressen, politische Präferenzen, Geburtstag, Telefonnummern … Noch mehr Material halten darüber hinaus die Tablets, iPhones, Handys, Smartphones, iPads, PCs und Notebooks für den Suchenden bereit, zur Not auch mithilfe von Viren und Trojanern: Projekte, Texte, Verbindungen, Arbeitsdokumente (auch Wirtschaftsspionage ist Spionage), Passwörter, Personalausweisnummer, Kundennummern, Bankdaten, Aufenthaltsorte, Routen. Von den diversen Clouddiensten von Microsoft bis Dropbox ganz zu schweigen: Tausende Bilder, Mails, Texte, Videos, Kalendereinträge, Termine, Tagebücher, persönliche Notizen, Backups, Surfgewohnheiten, Kaufgewohnheiten, Krankheiten, Recherchen …

Und ganz am Ende stehst du, ein Mensch, von dem nicht nur klar ist, ob Mann oder Frau, sondern auch, was er oder sie denkt, fühlt, macht oder plant. Wie gehst du mit Gefühlen um, anderen Menschen, Beziehungen, Geschlechtern? Hast du Herpes, Kontakte zu Prostituierten, Fußpilz oder Hämorrhoiden? Wie viel verdienst du ? Wie viel Steuern werden bezahlt? Wieviel Unterhalt geht an wie viel Kindern? Und weiß das auch die Ehefrau? Schaut jemand Nacktfotos? Gar Pornos? Schwule Pornos? Wie hat sich jemand vor zehn Jahren zu aktuellen Themen geäußert, gar Verständnis für Islamisten gezeigt oder womöglich auf Armutsprobleme hingewiesen? Und das als konservativer Politiker? Kurz: Wie erpressbar ist jemand?

Menschen sollten Angst haben davor, was über sie in Erfahrung gebracht und zu dunklen Zwecken missbraucht werden kann. Und nicht nur das. Sie sollten auch Angst davor haben, dass sie ihr Leben nicht mehr selbst bestimmen können und auf das Good-will anderer angewiesen sind. Die Zerstörung der Reputation, der Sperrung persönlicher Konten, Entzug von Geld und Leistungen: alles kein Problem, wenn die digitale ID eines Menschen erst einmal gehackt, entwendet und neu eingesetzt wird.

Passend dazu: ARD-Reportage ‘Wenn das Netz zum Gegner wird’

https://www.youtube.com/watch?v=_LRMSZJQL-U

manniac: Überwachungsstaat – Was ist das?

 

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