Tag - Google

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Quo vadis, Werbeblocker? Oder: Wie Google & Co. die Entmündigung von Internetnutzern vorantreiben
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Sexy stuff schauen im Inkognito-Modus: Nicht die beste Idee, die man haben kann
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3 gute Gründe, warum Privatsphäre unverzichtbar ist
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Wegen Werbeblocker: CyberGhost-Android-App temporär aus dem Play Store entfernt
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Einfach mal die Klappe halten: Android-Werbe-ID stumm schalten
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OK, Google: Was zeichnest du so alles auf?
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Wie ein modernes Internet aussieht: Beispiel Nordkorea
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Dein anonymer Internet-Trip
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Die 4 heißesten Security-Leaks der Woche
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Netflix erschwert Zugriffe via VPN – und wie man die Sperre umgeht

Quo vadis, Werbeblocker? Oder: Wie Google & Co. die Entmündigung von Internetnutzern vorantreiben

Heiße Frauen warten auf dich. Was tun bei Schwindel? Monatlich 8.000 € verdienen. Echte Singles, die es ernst meinen. Hautpilz ist kein Schicksal. Oder einfach nur: Hier könnte Werbung stehen; darf es aber nicht!

Worum geht’s? Um einen zwar offen ausgetragenen, aber dennoch heimlichen Krieg um die Köpfe der Menschen: Werbung gegen Wissen, Konzerne gegen Kunden, Selbstbestimmung gegen Konsum.

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Sexy stuff schauen im Inkognito-Modus: Nicht die beste Idee, die man haben kann

Privat browsen hört sich richtig gut an. Inkognito-Modus ebenso. Da kann man(n) schon mal auf Ideen kommen. Nur, so richtig privat ist das ‚private Fenster‘, ohne den moderne Browser heutzutage überhaupt nicht mehr ausgeliefert werden, leider nicht. Im Prinzip verschließen die Surfstationen auch im ‚Privacy Mode‘ kaum die Augen und kneifen bestenfalls mal eines zusammen oder blinzeln nur kurz.

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3 gute Gründe, warum Privatsphäre unverzichtbar ist

Eigentlich sollte nicht erst seit Edward Snowden bekannt sein, warum Privatsphäre unverzichtbar ist. Da sie aber trotzdem von vielen bereitwillig einem angeblichen Plus an Sicherheit geopfert oder gar  achtlos für eine kostenlose App weggeworfen wird, hier eine kleine Erinnerungshilfe mit 3 guten Gründen, seine Entscheidung besser noch einmal zu überdenken:

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Luftaufnahme der National Security Agency von Trevor Paglen. Lizenz: CCO

1.      Jeder hat etwas zu verbergen

Kann es noch jemand hören, das ausgelutschte ‚Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten‘? Jenen griffigen Satz mit zwei frei erfundenen Marketing-Behauptungen, die auch im Doppelpack keinen echten Sinn ergeben? Wobei der erste Teil völlig aus der Luft gegriffen ist, weil es immer etwas gibt, das nicht jeder wissen darf, und der zweite fröhliches Wunschdenken?

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Wegen Werbeblocker: CyberGhost-Android-App temporär aus dem Play Store entfernt

UPDATE: CyberGhost ist ab sofort wieder im Play Store verfügbar!

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.mobileconcepts.cyberghost&hl=de

 

Am 09. August 2016 erhielt CyberGhost eine Benachrichtigung von Google, dass die Android-App-Versionen 5 und Beta 6 temporär aus dem Play Store entfernt wurden, weil gegen bestehende Richtlinien verstoßen worden seien.

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Laut Google müsse die CyberGhost-App neu eingereicht werden und sei erst dann wieder im Play Store erhältlich, wenn CyberGhost sicherstelle, dass die App “nicht auf unzulässige Weise mit anderen Apps, Diensten oder Produkten kollidiere, wie bspw. durch Blockieren oder Stören von Apps, die Werbung darstellen”.

CyberGhost arbeitet an einer Lösung, die den Anforderungen der Kunden wie des Store-Betreibers gleichermaßen gerecht wird, damit die App auch in Zukunft im Play Store erhältlich sein wird. In der Zwischenzeit kann sie (in der beanstandeten Form) über diesen Link als manueller APK-Download (Android Application Package) heruntergeladen und direkt auf einem Android-Gerät installiert werden. Der Betrieb als solcher wird und kann von Google nicht beanstandet werden, allerdings muss der Anwender zur Installation das Aufspielen von Software jenseits des Google Play Stores ausdrücklich erlauben.

Wegen Werbeblocker: #CyberGhost App aus #Google #PlayStore entfernt. Mehr Infos &… Click to Tweet

Verfügt jemand bereits über eine installierte CyberGhost-App, besitzt die Entfernung der App aus dem Play Store keinerlei Auswirkungen – außer natürlich, dass derzeit keine Updates möglich sind. Wie bei einer manuellen Installation verfügt die bestehende App auch weiterhin über alle Funktionen, einschließlich das Werbeblockers.

Einfach mal die Klappe halten: Android-Werbe-ID stumm schalten

Sie ist Dauergast auf deinem Android-Gerät, auch ohne dass du sie bewusst eingeladen hast: die Werbeindustrie. Und freiwillig gehen wird sie auch nicht. Zu interessant sind die Informationen über die Apps, die auf deinem Phone oder Tablet laufen, und erst recht, wie oft und wie lange du sie nutzt.

Allzu oft kommt sie wie ein Trojaner daher, verklausuliert ihre Sammelwut in Phrasen wie ‚Informationen zu Apps‘, die man beim Einrichten anderer Apps unbedacht als Berechtigungen abnickt, und hortet von dem Moment an mit Leidenschaft jedes Bit Informationen, das legal abgeschnorchelt werden kann. Manchmal auch ein wenig mehr. Ihr vorrangiges Ziel: Auf den Leib geschneiderte Werbung produzieren zu können.

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Wenn du mitspielst, natürlich, denn es stehen dir auch Gegenmaßnahmen zur Verfügung. So kannst du zum einen den CyberGhost-Werbeblocker verwenden, um Werbung bereits auf dem Weg zu dir zu sperren, zum anderen aber auch der Werbewirtschaft insgesamt in nur ein paar kleinen Schritten die rote Karte zeigen:

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OK, Google: Was zeichnest du so alles auf?

Wann genau Google vom ehemaligen Leitspruch ‚Nur nicht böse sein‘ abwich und stattdessen ‚Nur nicht auffallen‘ bevorzugte, ist nicht sicher, wohl aber, dass es in großen Teilen klappte. Besonders erfolgreich anzuschauen beim Hintergrunddienst ‚Google Voice‘, der unscheinbar im Hintergrund von Millionen Geräten darauf wartet, mit der harmlosen Parole „OK, Google“ aufgeweckt zu werden. Richtig cool, gell? Ähnlich wie bei Star Trek („Computer, wo befindet sich Nummer 1?“) und dem dösenden Hund unterm Wohnzimmertisch („Los jetzt, Gassi gehen“), besitzt aber den bitteren Beigeschmack, dass Google, um aktiv werden zu können, bereits mit einem Ohr aktiv sein muss. Aber das nur nebenbei …

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(C) Google, Inc.

Ebenso wichtig wie die Erkenntnis, einen potenziellen Spion im Wohnzimmer mit Akkustrom durchzufüttern, ist die Tatsache, dass Google nicht nur große Ohren und eine immense Hilfsbereitschaft bei Suchanfragen besitzt, sondern die Stimme seines Herrchens auch aufzeichnet, abspeichert und – natürlich – analysiert. Das heißt, mehr den Inhalt der Suche – obwohl, auf der anderen Seite, das ist so nicht verbürgt. Sehr wahrscheinlich wird der Tonfall ebenso zur Persönlichkeitsanalyse herangezogen wie die Interessenslage, stimmberechtigt sozusagen. Womit dann auch erklärbar wird, warum der Träger einer zurückhaltenden Stimme mit Werbung für Selbstwertseminare und Bauchweg-Gürtel eingedeckt wird, obwohl er selbst nie danach fragte …

Endlich ein Freund, der zuhört

Google ist auf jeden Fall erschreckend verständnisvoll und aufmerksam, was dein Leben betrifft. Beinahe wie ein Freund oder ein Therapeut, allerdings mit einer leicht verschobenen Interessenslage. Bei Google Voice und Google Now dient die hohe Aufmerksamkeitsspanne der gezielten Platzierung von Werbung sowie der Verbesserung des Dienstes an sich. Letzeres natürlich, damit Werbung noch besser platziert werden kann. Aber egal, wie viele Freunde hat man schon, die zuhören können?

Aber wer weiß bei so viel Geborgenheit, Wohlfühlatmosphäre und Bequemlichkeit schon noch, wie viele Sprachsuchen bereits über den Äther geflossen und in Googles Datenbanken versickert sind? Eines vorweg: sehr viel mehr als man meint. Und wenn man es genau wissen möchte, kann man nachschauen, denn bei Google ist ein Rest vom ‚Nur nicht böse sein‘ übrig geblieben. Wenn auch gut versteckt in einem entfernten Teil deiner Google-Kontoeinstellungen.

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Hörst du dir eigentlich selbst mal zu?

Du solltest es einmal machen. Hierzu befindet sich bei Google eine Liste deiner Spracheingaben, die sich einzeln abspielen lassen. Diese Liste nennt sich ‚Sprach- & Audioaktivitäten‘ und lässt sich unter den Google-History-Einträgen aufrufen. Wobei: Im Gegensatz zu Sängern, Moderatoren, Egomanen, Politikern und Google mag es dem einen oder anderen nicht behagen, den eigenen Äußerungen zu lauschen. Aber das kennt man ja bereits von anderen Gelegenheiten, beispielsweise kurzen Videoclips mit dem Android-Smartphone. Wer will, kann sich dort auf die Schnelle vorbereiten, diese sollten schließlich auch bei Google zu finden sein.

Genug gehört? So löscht du die Einträge

Dankenswerterweise lassen sich die Einträge nicht nur anhören, sondern auch löschen. Hierzu muss man nicht einmal viel tun. Einfach ein Häkchen in die Checkbox zum jeweiligen Eintrag oder Tag befördern, dann auf der Seite nach oben scrollen und dort in der oberen Leiste auf ‚Löschen‘ klicken.

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Es gibt sogar einen Weg, die Sprachaktivitäten generell zu deaktivieren. Allerdings hält es Google nicht davon ab, trotzdem seine Ohren weit in dein Wohnzimmer hinein zu dehnen und mit Google Voice deine Stimme aufzuzeichnen. Im Gegenteil: Google behält sich nach wie vor das Recht vor, Audiodaten anonymisiert zu erfassen und abzuspeichern, Abhilfe schafft dann letztendlich nur der Komplettverzicht auf Google Now.

Wie ein modernes Internet aussieht: Beispiel Nordkorea

Nordkorea hat die Lösung für alle wichtigen Internetprobleme der Gegenwart gefunden: 1) Nicht einzelne Seiten sperren, sondern freigeben (spart Arbeit), 2) ein eigenes nationales VPN aufbauen (schützt vor Angriffen von außen), 3) auf DNS-Server verzichten (keine Leaks) und 4) eine eigene Suchmaschine (werbefrei und ohne Tracking).

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Wie man drauf kam? Ganz einfach: strenges Nachdenken. Und so präsentiert der für seine unkonventionelle Politik bekannt Staat ein Internet, das dank ausgeklügelter Datenkomprimierung auch noch ungemein performant ist, sozusagen als Sahnehäubchen oben drauf.

Die Basis: ein eigenes VPN

Das ausschließlich innerhalb der eigenen Staatsgrenzen verfügbare Korea-Internet grenzt sich zunächst aus Sicherheitsgründen komplett vom Rest der Welt ab. Weder NSA noch Google, weder Facebook noch GHCQ noch Netflix noch Amazon können so die wertvollen Daten der nordkoreanischen Bürger abschöpfen, analysieren und für Ihre Zwecke missbrauchen. Dadurch bleiben sie zu 100 % komplett in Besitz des Volkes, das ja bekanntlich der Souverän des kommunistischen Staates ist.

Die Struktur: Keine undemokratischen Seitensperren, nur freigegebene Websites

Durch die Ziehung notwendiger Grenzen entfällt die Notwendigkeit, potenziell gefährliche Seiten wie YouTube, 4chan, Hustler, ARD & ZDF und andere Wahrheitsverkünder zu sperren. Im Gegenteil, dadurch, dass alle im nordkoreanischen Netz verfügbare Seiten handverlesen, geprüft und explizit freigegeben sind, ließ sich die Gefahr auf null reduzieren. Sicherheitstechnisch ein voller Erfolg.

Keine Datenlecks durch Adressserver

Um der Gefahr durch Datenleaks durch DN-Server zu begegnen (DNS-Leaks) und die Bürger des Landes vor Phishingseiten und Zensur zu schützen, beschloss man kurzerhand, auf Adressserver zu verzichten und setzt stattdessen auf die Eingabe von Nummern. So ist 172.16.11.23 beispielsweise die Adresse der zentralen, unabhängigen Nachrichtenagentur des Vorbildstaates für ein modernes Internet – welche im Übrigen besonders gesichert und als einzige Webpräsenz auch aus dem Ausland heraus aufrufbar ist, beispielsweise für die vielen nordkoreanischen Touristen überall auf der Welt.

Eigene Suchmaschine

Lange Zeit war es für den Rest der Welt ein Rätsel, wie sich die Masse der nordkoreanischen Internetsurfer die Adressen der verfügbaren Webpräsenzen merken und sie verwenden konnte. Jetzt lüftete Aram Pan, ein Fotograf aus Singapur, der das Land für eine Fotoreportage bereiste, das Geheimnis: Überall im Land sind von der Regierung veröffentlichte Poster angebracht, die als Tracking-sichere Offline-Suchmaschine die Adressen aller 26 Websites beherbergen und mobil überall im Land mit hingenommen werden können, sozusagen als Handzettel für ein modernes Internet im Inland und als Instruktionen zum Nachbau für das hinterherhinkende Ausland.

 

ars technica: A handy cheat sheet for North Korea’s private “Internet”

Nordkoreanisches Internet-Poster, veröffentlicht von Aram Pan on DPRK360

Dein anonymer Internet-Trip

Überraschung: So gut wie nichts, was du im Internet schreibst, sagst und anschaust, bleibt unbeobachtet. Es sind zwar nicht immer dieselben, die sich für dich und dein Leben interessieren, aber mittlerweile hat das Internet den Schritt vom größten Kommunikationswerkzeug aller Zeiten zur größten Überwachungsmaschine aller Zeiten hinter sich gebracht, und so gibt es zumindest immer jemand anderen, der gerade auf dich schaut. Wir zeigen dir, wie du trotzdem Spaß am Netz hast, ohne allzu viele Spuren zu hinterlassen.

Google weiß Bescheid, Amazon weiß Bescheid, Facebook weiß Bescheid, Twitter fängt gerade an, loszulegen, und nur du hast keine Ahnung, wer wo was über dich abspeichert und katalogisiert. Zeit, zurückzuschlagen und ein paar einfache Dinge zu beherzigen, damit die Datenberge über dich, deine Vorlieben, deine Freunde und jene, die du auf den Tod nicht ausstehen kannst, nicht noch größer werden.

Neugierig, was dein Browser gerade jetzt über dich ausplaudert? Dann lausche einmal hier hinein: http://www.maxa-tools.com/cookie-privacy.php. Mit dabei sind deine IP-Adresse, dein Browser, dein Betriebssystem, die Bildschirmauflösung, die aktuelle Zeit, Orts- und Providerinformationen, bei welchen Plattformen du angemeldet bist, welche Querverbindungen Cookies erlauben, und, und, und.

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Nicht so schlimm? Kommt darauf an, denn mit all diesen Daten bist du bereits komplett identifizierbar, wohin auch immer du von hier aus gehen wirst. Man bräuchte in diesem Moment zwar noch deinen Provider, um die aktuelle IP-Adresse dir persönlich zuordnen zu können, aber wenn du noch ein paar Mails absetzt und Facebook oder Google Plus besuchst, kann man darauf auch verzichten. Und wer von uns befindet sich noch quasi jungfräulich im Internet?

Das ist gruselig? Darauf kannst du wetten. Aber immerhin kannst du deine Privatsphäre aktiv schützen, wenn du dich anonym im Netz bewegst. Was du dafür benötigst, ist ein VPN. So etwas wie, keine Frage, CyberGhost! Denn die Browserfunktion ‚Privates Surfen‘ gaukelt zwar etwas Ähnliches vor, eignet sich allerdings nur bedingt bis überhaupt nicht. Sie sorgt zwar dafür, dass die anderen Nutzer deines PCs nicht wissen, wohin du dich bewegt hast, alle anderen hingegen, also die Datenspione im Internet und nicht bei dir zuhause, wissen nun, dass es jetzt erst so richtig interessant wird, weil du privat bleiben willst.

CyberGhost baut einen gesicherten Tunnel für dich auf, dessen Verschlüsselung Datenspione aussperrt und dich über einen der mehr als 500 weltweit verteilten CyberGhost-Server ins Internet entlässt. Für die Webseiten, die du besuchst, scheint es, als ob der CyberGhost-Server deine Adresse ist – und um ‚Kleinigkeiten‘ wie deine Browserkennung und dein Betriebssystem kümmern sich spezielle Filter, die du in den Einstellungen zum Programm aktivieren kannst. Angenehme Nebeneffekte: Bankgeschäfte werden auch in öffentlichen WLANs möglich, weil die Verschlüsselung Hacker abhält, und regionale Sperren, beispielsweise für Videos, greifen nicht mehr, wenn man über einen Server aus dem Ausland eingeloggt ist.

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Weitere Schützenhilfe zum spionagefreien Surfen bieten diverse Add-ons, die es für nahezu alle wichtigen Browser gibt, wie beispielsweise das kostenfreie ‚TrackMeNot‘ für Firefox und Chrome, mit dem du Suchmaschinen verwirrst un003d beim Datensammeln durcheinander bringst, indem fiktive Anfragen versendet werden. Oder ‚Ghostery‘, mit dem sich Schnüffelwebsites enttarnen lassen. Auch eine solide Maßnahme: Der Rückgriff auf anonyme Mailadressen, wann immer dies möglich ist, beispielsweise bei einem Anbieter wie http://sofort-mail.de/.

Übrigens: CyberGhost gibt es auch als App für iOS und Android – und wer nur mal auf die Schnelle anonym surfen oder ungestört ein gesperrtes Video betrachten möchte, greift auf die Browser-Add-ons des umtriebigen Anbieters zurück, erhältlich für Chrome und Opera, die direkt im Browser arbeiten und auf Mausklick zur Verfügung stehen.

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Die 4 heißesten Security-Leaks der Woche

Was haben Android, Cameron, Adobes Flash-Player und Google Search gemeinsam diese Woche? Genau: Sie sind allesamt Sicherheitsrisiken – für Anwender (Android, Flash), für alle anderen (Cameron) und für liebgewonnene Wahrheiten bei Umfragen zur Sexualität bei Mann und Frau.

Google belässt Android-Sicherheitslücke
Eine gravierende Sicherheitslücke auf Millionen Smartphones und Tablets mit älteren Androidversionen lässt Google offensichtlich kalt. Laut Handelsblatt online will der Megakonzern die Lücke, die alle Androidversionen 4.3 und darunter betrifft, nicht adressieren und fordert stattdessen die Anwender und App-Entwickler auf, in Eigenregie Abhilfe zu schaffen.

Insgesamt soll es sich um elf Sicherheitslücken handeln, die rund 60 Prozent aller im Betrieb befindlichen Geräte betreffen, wobei die Anwender sowohl von den ehemaligen Anbietern als auch dem Hersteller des Android-Betriebssystems, also Google, im Regen stehen gelassen werden. Für die Anbieter der jeweiligen Geräte lohnt eine umfassende Update-Pflege nicht, da man eher daran interessiert ist, Neugeräte zu verkaufen, und Google spielt das Problem lieber herunter als Maßnahmen zu ergreifen. Entsprechende Anfragen ignorierte das Unternehmen zunächst, bis es sich schließlich zu einer offiziellen Bestätigung eines Entwickler-Blog-Eintrags aufraffte: »Die Zahl der Betroffenen sinkt jeden Tag, je mehr Leute ein Upgrade vornehmen oder ein neues Gerät bekommen.« Von wem sie es bekommen sollten oder an wen man sich wenden kann, damit man es bekommt, versäumte man allerdings, ebenfalls mitzuteilen.

Das Sicherheitsleck ist Teil der von Google entwickelten Webview-Technologie, die unter anderem vom hauseigenen Standard-Browser genutzt wird, dummerweise aber auch von Dritt-Apps, mehrheitlich kostenfreien, die sie zur Darstellung von Werbebannern verwenden.

Fix: Wer Zugriff auf Upgrades besitzt, sollte sie einspielen (ab Android Version 4.4 kommt eine sichere Webview-Variante zum Einsatz). Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, einen anderen Browser als Standard zu definieren, bspw. Firefox oder Chrome. Bei Dritt-Apps sollte man in den Einstellungen überprüfen, ob sich eine Alternative zur Darstellung von Inhalten aktivieren lässt. Die CyberGhost App für Android kann bspw. auch mit der Intel Rendering Engine betrieben werden, allerdings besteht hier sowieso keine Gefahr, da nur eigene Werbung angezeigt wird.

Wichtige Links:

Cameron plaudert mit falschem Geheimdienstchef
Wie die Zeit heute berichtet, ist es einem Unbekannten gelungen, sich telefonisch erfolgreich als Chef des britischen Geheimdienstes GHCQ, Robert Hannigan, auszugegeben und den Premierminister ans Telefon zu bekommen.

Der unbekannte Mann wurde direkt bis Camerons offiziellem Mobiltelefon durchgestellt, wo er den Premierminister in ein Gespräch verwickelte. Camaron betonte, dass es dem Anrufer hierbei nicht gelang, an geheime Informationen heranzukommen, versäumte aber, die Dauer des Telefonats ebenfalls mitzuteilen. Sowohl der Geheimdienst als auch das Büro des Premierministers kündigten an, ihre Sicherheitskonzepte zu überprüfen.

Fix: Abwahl des Premierminsters, solange Großbritannien noch unüberwachte Wahlen zulässt sowie Auflösung des Geheimdienstes GHCQ wegen des Versäumnisses, den eigenen Premierminister effektiv auszuspähen und so vor Telefonterror zu schützen.

Kritische Sicherheitslücke im Flash-Player
Schnell geht anders, aber immerhin hat Adobe es nun doch endlich geschafft, die kürzlich bekannt gewordene schwerwiegende Lücke im Flash-Player zu stopfen. Seit dem Wochenende wird das Update per Automatik verteilt und seit Sonntag lässt es sich auch manuell herunterladen.

Die kritische Sicheherheitslücke erlaubt es Angreifern, beliebigen Schadcode in das Computersystem eines Anwenders einzuschleusen. Benötigt wird hierfür lediglich ein Exploit-Bausatz, mit denen selbst unerfahrene Hobby-Programmierer die notwendigen Routinen zusammenklicken können. Landet ein Surfer auf einer durch diese Kits präparierten Website, wird der Schadcode geladen. Richtig sicher ist man nicht einmal auf vertrauenswürdigen Seiten, da der Code auch über Werbe-Banner von Drittseiten verteilt werden kann.

Fix: Sofortiges Update des Flash-Players, entweder über die Automatik oder, falls sie ausgeschaltet ist, durch manuellen Download und anschließender Installation. Kurzfristige Abhilfe schafft die Deaktivierung des Flash-Plugins in den Einstellungen des jeweiligen Browsers.

Übrigens: Adobe verwirrt mit seiner Versionspolitik. Auf der offiziellen Flash-Player-Webseite entsteht fälschlicherweise der Eindruck, die Versionen 16.0.0287 (Windows, Mac) und 11.2.202.438 (Linux) sind die aktuell sicheren, was aber nicht stimmt. Über den Link unten erhaltet ihr die richtigen Versionen: 16.0.0.296 und 11.2.202.440.

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Google Suchanfragen enthüllen sexuelle Unsicherheiten
Leider nur auf Englisch, aber hochinteressant, enthüllt ein Artikel der New York Times über Google Suchanfragen, wie wenig Umfragen in Bezug Sexgewohnheiten, Penisgrößen und andere wichtige Fragen der Menschheitsgeschichte mit der Realität zu tun haben. So ergibt nicht nur ein Vergleich der Häufigkeitsangabe zum Geschlechtsverkehr mit den Verkaufszahlen von Kondomen starke Diskrepanzen sowohl bei Männern als auch bei Frauen, auch scheinen die Unsicherheiten bei Mann und Frau sehr viel höher zu sein als allgemein zugegeben, vor allem bei Gerüchen und die ‘richtigen’ Größen von Geschlechtsmerkmalen.

Gleichzeitig wirft die Analyse aber auch die Frage auf, wie lange Menschen noch so ehrlich wie in der Vergangenheit nach ihren Bedürfnissen, Ängsten und Sehnsüchten googeln, wenn sie der Allgegenwart der Geheimdienste bewusst werden.

Fix: Alternative Suchmaschinen ohne Direktanbindung an die Geheimdienste und ein VPN zur Anonymisierung persönlicher Daten. 😉

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Netflix erschwert Zugriffe via VPN – und wie man die Sperre umgeht

Mit der aktuellen Generation der Netflix-App werden offenbar VPN-Anwender aus regional unterschiedlichen Ländern vom beliebten Streaming-Service ausgeschlossen – wobei der Grund nicht klar scheint: Während Netflix erklärt, es habe keinerlei Änderungen in der Unternehmenspolitik VPNs gegenüber gegeben, vermuten zumindest wohlwollende Analysten den Versuch, durch Geschwindigkeitsoptimierungen den Dienst zu verbessern. Anderen hingegen gibt die zu diesem Zweck vorgenommene Hart-Verdrahtung von Google DNS-Server in der Android-App zu denken, da auf diese Weise effektiv die Nutzung regionaler Konten auf die jeweiligen Länder begrenzt werden kann und beispielsweise der Empfang von US-Streams von Deutschland aus unmöglich wird.

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Frohe Weihnachten von Netflix 🙁

Sozusagen als negatives Geschenk legte Netflix seinen Usern die neue Android-App ausgerechnet in den Weihnachtstagen unter den Tannenbaum, wobei der Nutzen des Updates zunächst im Unklaren blieb. Erst nachdem Anwender vergeblich versuchten, Streams aus den USA von außerhalb zu betrachten, stellte sich das Progrämmchen als ‘Du-musst-leider-hierbleiben’-App heraus, die mit einem Trick feststellt, aus welchem Land der jeweilige Kunde stammt und ob er oder sie berechtigt ist, einen bestimmten Inhalt zu betrachten.

Zu diesem Zweck trugen die Entwickler die Namensserver von Google fest ein, so dass die App diese auch dann anwählt, wenn der Anwender in den Netzwerkeinstellungen des Android-Geräts oder des Routers eine andere festlegte oder über einen VPN einloggt. Die anschließende Fehlermeldung verrät der App den tatsächlichen Standort des Users und legt die Vermutung nahe, dass ihr eigentlicher Zweck darin liegt, die Nutzung von Konten aus dem Ausland unmöglich zu machen. Ob neben der Android-App weitere Zugriffsmöglichkeiten wie Desktop-Browser, Smart Tvs und Spielekonsolen ebenfalls betroffen sind oder wann es der Fall sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

Regionallizenzen erfordern kundenunfreundliche Inhaltssperren

Der Grund für das nutzerunfreundliche Verhalten der aktuellen Netflix-App scheint also der gleiche, der Filmfreunden seit Jahrzehnten das Leben schwer macht: geografisch unterschiedliche Lizenzverkäufe, die dafür sorgen, dass man ein Video zwar in einigen Regionen schauen darf, in anderen aber nicht – oder nur bei einem anderen Anbieter oder nur in der jeweiligen Landessprache und schon gar nicht kurz nach Veröffentlichung.

APKs helfen …

Immerhin kann man (noch) Abhilfe schaffen: Da nur die Versionsnnummer 3.7.2 der Netflix-App das Sperrverhalten zeigt, sollten Betroffene auf ältere Versionen zurückgreifen. Jene, die das Programm bislang nicht aktualisiert haben, sollten das Auto-Update deaktivieren, während alle anderen die aktuelle Netflix-App besser deinstallieren und sich im Netz den Vorläufer als APK-Datei besorgen und installieren (natürlich bei einem APK-Hoster seines Vertrauens).

Quelle: Forum XDA_Developer

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