Tag - Tracking

1
Money matters: Wie Facebook sich ins echte Leben einklinkt
2
Browser-Checkliste für mehr Datensicherheit und Privatsphäre
3
Netflix b(l)ockt – und was man dagegen machen kann
4
Hoppla, CyberGhost 5.5 ist da! Und nun?
5
Überwachung hui, Street View pfui?

Money matters: Wie Facebook sich ins echte Leben einklinkt

Du denkst, Facebook besitzt nur Bedeutung für dich, wenn du online bist? Denk noch einmal!

Dass du von Facebook personalisierte Werbung vorgesetzt bekommst, ist altbekannt. Dafür legt das soziale Netzwerk individuelle Profile über jeden einzelnen Nutzer an und zieht dafür Unmengen an Daten aus allen möglichen Beziehungen zu anderen Facebook-Nutzern heran, derer es habhaft werden kann: Dass du Rapunzeln magst und Fußball, also dasselbe, wie ein Teil deiner engsten Freunde und Familienmitglieder – und selbst die Dame (oder den Herrn), die deiner Frau (deinen Mann) die Stirn runzeln lässt. Man weiß auch, dass du diesen oder jenen kennst und auch gerne mal deine Meinung über politische Fehlentwicklungen kundtust und überhaupt kennt Herr Zuckerberg vermutlich mehr deiner Vorlieben als deine Eltern.

Read More

Browser-Checkliste für mehr Datensicherheit und Privatsphäre

In einer Gesellschaft, in der Internet-Analphabeten gute Chancen haben, EU-Kommissare für Digitale Wirtschaft zu werden, und man Datensparsamkeit als wirtschaftsfeindlich verleumdet, braucht man sich eigentlich nicht entrüsten, wenn man plötzlich Opfer dieser wunderlichen Mischung aus Ahnungslosigkeit, Unwissenheit, Fahrlässigkeit und wohl auch Einfältigkeit wird. Wie jüngst eine ganze Reihe deutscher Politiker, deren Surfdaten über Browser-Plug-ins ausspioniert und anschließend verkauft wurden. Zusammen mit Dutzenden Journalisten und 3 Millionen anderen Deutschen übrigens.

Photo: © Luis Llerena, https://stocksnap.io/author/4440 Lizenz: Creative Commons CC0 license

Photo: © Luis Llerena, Creative Commons CC0 license

Read More

Netflix b(l)ockt – und was man dagegen machen kann

Als Netflix verkündete, man wolle verstärkt global expandieren, freute sich die Film- und Seriengemeinde noch. Als aber klar wurde, dass das Unternehmen dafür die regionale Verfügbarkeit von Inhalten sogar bei eigenen Produktionen einschränken und zu diesem Zweck VPN-Dienste sperren wolle, war sehr schnell Schluss mit Lustig.

Mittlerweile ist klar, dass es Netflix Ernst mit der Umsetzung ist und eine Bastion nach der anderen fällt. Waren es zunächst nur vereinzelte Server, die erkannt und blockiert wurden, weiteten sich die Maßnahmen schrittweise aus und heute steht bereits die Mehrzahl aller Server aller VPN-Dienst auf dem Index. Betroffen ist auch CyberGhost und viele Anwendern stellen sich deshalb die Frage, ob man trotz der zweifellos kompromisslosen Offensive seitens des Streamingdienstes etwas tun könne? Man kann.

Read More

Hoppla, CyberGhost 5.5 ist da! Und nun?

Das Update auf CyberGhost 5.5 erscheint zunächst ein wenig unspektakulär – hat es aber faustdick hinter den Ohren, denn erstmals wird der Schutz deiner Privatsphäre und digitalen Daten zusätzlich zum VPN-Schutz auf eine komplett neue Ebene gehoben: ins Vorfeld.

Den ersten Eindruck auf die neuen und für Abonnenten freien Features liefert die neue Seitenleiste, die sich mit Programmstart von links auf die Oberfläche schiebt und bei Bedarf per Mausklick geschlossen und geöffnet werden kann. Ihr Inhalt: die separaten Schalter für alle neuen Funktionen, die je nach individuellem Gutdünken einzeln, in Kombination oder komplett aktiviert werden können.

CG55

Den zweiten Eindruck liefert die Erkenntnis, dass die Funktionen weder dein Gerät unnötig belasten noch deine Internetverbindung, sondern ausschließlich vom CyberGhost-Serverpool vermittelt werden. Im Prinzip ist damit die Seitenleiste eine Art Fernbedienung, mit der du die gewünschten Features ein- und ausschaltest, während CyberGhost den Rest übernimmt, nur den Datenverkehr passieren lässt, den du willst und das Überflüssige und Schädliche auf Abstand hält.

Was du davon hast?

  • Mehr Komfort: Der CyberGhost-Werbeblocker sorgt dafür, dass deine Internetbesuche und Recherchen um Längen ungestörter und effektiver verlaufen. Nervende Werbung wird noch vor der Übertragung einer Webseite ausgefiltert und erlaubt so ungestörtes Lesen – und garantiert ein Plus an Sicherheit mehr, denn manchmal versteckt sich auch Schadsoftware in Werbung, selbst auf seriösen Seiten.
  • Mehr Sicherheit: Kaum ein Rechner wird heute noch ohne Virenscanner betrieben. Die Server-basierte CyberGhost-Funktion zur Blockierung gefährlicher Websites und zur Entfernung von Viren setzt dem noch einen oben drauf und sichert dich doppelt ab. Hiermit werden Schädlinge bereits vor der Übertragung auf dein Gerät abgefangen und unschädlich gemacht.
  • Mehr Privatsphäre: Online-Tracker haben den lieben langen Tag nichts anderes zu tun, als dir hinterher zu schnüffeln und deine Internetgewohnheiten aufzuzeichnen. Die CyberGhost-Funktion ‚Online-Tracking verhindern‘ sorgt dafür, dass sie sich gar nicht erst auf deinem Rechner breit machen können, indem sie vor der Übertragung ausgeschaltet werden. Zusammen mit ‘HTTPS erzwingen’, das dafür sorgt, dass deine Internetverbindungen vorrangig Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, macht deine Privatsphäre damit einen ordentlichen Schub nach vorne.
  • Einsparungen: Jedes einzelne Byte, das von der CyberGhost-Datenkompression eingedampft und vom Werbe- und Virenblocker ausgefiltert wird, sind viele Bits weniger, für die du bei mobile Datentarifen teuer bezahlen musst. Davon abgesehen: Je weniger Daten übertragen werden müssen, desto schneller gelangen die verbliebenen zu dir.
  • Und da wir gerade über Geschwindigkeit reden: Als Premium-Abonnent erhältst du sofortigen Zugriff auf die Premium-Geschwindigkeit-Funktion, die deinen Traffic bevorzugt über die schnellste verfügbare Hardware leitet. Diese Option ist übrigens fest eingeschaltet – in der festen Überzeugung, du wirst sie nie deaktivieren wollen 😉

Und so funktioniert’s

Um eine Funktion zu aktivieren, beispielsweise den Werbeblocker, klicke einfach auf den Schalter rechts. Ändert er die Farbe zu gelb, ist das Feature aktiviert. Aber vergiss nicht: Da es sich um eine Server-basierte Funktion handelt, musst du mit einem CyberGhost-Server verbunden sein, damit sie greifen kann.

Versuch’ es selbst

Aktiviere den Werbe- und den Trackingblocker sowie den Virenschutz, schließe die Seitenleiste und verbinde dich mit einem beliebigen Server.

Nun surf‘ los. Siehst du den Unterschied? Viele Webseiten zeigen sehr viel weniger bis überhaupt keine Werbung mehr an, mit dem Ergebnis, dass du entspannter lesen kannst und die Ladezeiten sich verbessern. Außerdem darfst du dich auf ein gehöriges Plus an Sicherheit verlassen, da der Virenschutz und der Filter gefährlicher Websites ein Auge auf Internetattacken hat – womit dir wiederum sehr viel mehr Möglichkeiten zur Recherche offenstehen.

Nach deinem Ausflug öffne die Seitenleiste bitte erneut und werfe einen Blick auf die Grafik in der unteren Hälfte. Sie zeigt an, wie viel Werbung, Trackingversuche und Virenattacken von CyberGhost blockiert wurden. Nachdem du dir ein Bild davon machen konntest, wie oft und penetrant du unter konstanter Bedrohung und Beobachtung stehst, wird du nie wieder ohne CyberGhost surfen wollen. Jede Wette!

007

Vielleicht bist du auch gerade im Nirgendwo und willst eine Internetverbindung aufmachen. Dann teste die Datenkompression in Kombination mit dem Werbe- und Trackingblocker aus und lass‘ dich überraschen, wie viel teuren Datentraffic du mit CyberGhost einsparen kannst. Dein Provider wird uns dafür hassen …

 

Überwachung hui, Street View pfui?

Wir erinnern uns: Als vor einigen Jahren die Google-Autos mit ihren weit oben angebrachten Kameras Deutschlands Straßen kartographierten und dem hauseigenen Street View einverleibten, war die Empörung groß. Landauf, landab verfielen Hausbesitzer in nackte Panik, dunkle Elemente könnten die Daten nutzen, ihren nächsten Einbruch zu planen, und setzten alles daran, zumindest ihren Immobilienbesitz unkenntlich zu machen, wenn schon nicht, das komplette Projekt zu Fall zu bringen.

Was aber am meisten erstaunt: Zur gleichen Zeit, als Googles‘ Autos Häuserfassaden, Mauern, Hecken, Kinderspielplätze samt aktivem Straßenleben festhielten, notierte sich der Konzern auch die Kennungen der funkenden WLANs auf der Route. Trotzdem richtete sich der Protest einzig an das Ablichten des jeweiligen Eigentums, während die Schaffung der flächendeckenden WLAN-Karte weiträumig ignoriert wurde – obwohl sich mit einer solchen Karte die Standorte jener Internetreisenden erfassen lassen, die sich ansonsten beharrlich weigern, Google ihren Standort preiszugeben. Für Google eine einfache Sache: Weiß man, wo Nachbar A und C liegen, weiß man auch, wofür sich der dazwischenliegende B interessiert.

tinfoil

Was macht den Unterschied aus? Warum fürchten viele Menschen zwar, dass fiktive Feinde mit Googles Hilfe einen Panzer in ihren Vorgarten schicken könnten, bleiben bei realen starken Einbrüchen in ihre Privatsphäre aber erstaunlich gelassen? Wieso raubt der Gedanke an Diebe im Gartenhäuschen den Menschen eher den Schlaf als die Tatsache, flächendeckend von der Wirtschaft, dem Staat und Geheimdiensten (die offenbar ein Eigenleben neben dem Staat führen) ausspioniert zu werden? Wieso üben sich so viele Menschen eher im Wegducken, als auf ihre Rechte zu pochen? Rechte, für die immerhin vorige Generationen einen hohen, oftmals blutigen Preis bezahlt haben.

Mangelnde Phantasie? Möglicherweise, denn nur wenige vermögen sich vorzustellen, wie leistungsfähig technische Systeme heutzutage sind und wie sie aus Kauf- und Surfgewohnheiten sexuelle Vorlieben und im Endeffekt auch die nächsten Pläne extrahieren, noch bevor man selbst es ahnt. Auch besitzen abstrakte Bezeichnungen wie ‚Big Data‘ wenig Aussagekraft, wenn das Verständnis von Privatsphäre bislang darauf beschränkt war, die Badezimmertür abzuschließen, wenn man auf dem Klo sitzt.

Unwissenheit? Auch zum Teil, wenngleich die Medien durchaus die Abschaffung der Privatsphäre (nicht nur im Internet) diskutieren und den ehemals geheimen, seit Snowdon aber offensichtlichen, Umbruch im Umgang ‚der Großen‘ mit dem kleinen Bürger thematisieren.

Dummheit? Wohl leider auch zu einem Teil, denn das Nachplappern von Phrasen, mit denen berechtigte Einwände wegdiskutiert werden (‚Wer nichts zu verbergen hat …‘), ersetzt leider keine Beschäftigung mit dem Thema.

Bequemlichkeit? Muss auch angeführt werden, denn die Einsicht, dass sich Wirtschaft und Staat mehr und mehr Rechte herausnehmen und zusehends Bereiche in Beschlag nehmen, die ihnen eigentlich verschlossen bleiben sollten, erzwingt Gegenmaßnahmen, egal welcher Art: Politische Umorientierung, bewussteres Verhalten im Internet, Verschlüsselung.

Desinteresse? Scheint ebenfalls ein Grund dafür zu sein, dass die Gefährdung der Bürgerrechte nicht oder nur als Small Talk-Element wahrgenommen wird. Solange sich Ü-30er wie 20-jährige (die ein angeborenes Recht darauf haben) nur für die nächste Weekend-Party interessieren, bleiben die Bestrebungen der Profiteure einer geschwächten Privatsphäre natürlich ungestört.

Fatalismus und Schicksalsergebenheit? Angst, sich verdächtig zu machen? Zeitmangel? Zu sehr mit Überleben beschäftigt? All das wohl auch – wobei dann die Frage im Raum steht, wer denn eigentlich nichts gegen die all-umfassende Überwachung unternimmt, weil er oder sie tatsächlich Angst vor Terroristen hat? Zumal dies die einzige Gruppe zu sein scheint, für die man dieses Werkzeug offenbar benötigt. Andere Ziele wie Pädophile und Cyberkriminelle sind laut britischem Geheimdienst GHCQ sowieso unter dem Radar. Dort weigerte man sich sogar, einem Gericht Beweismittel zur Verfügung zu stellen. Begründung: ‚Man wolle nicht, dass die Bevölkerung erfährt, zu was man alles in der Lage sei.“

Wie seht ihr es? Was für Gründe macht ihr aus? Und, noch viel wichtiger: Was lässt sich dagegen tun? Wie kann man den beängstigenden Gleichmut weiter Teile der Bevölkerung aufbrechen? Was würdest du vorschlagen? Schreibe uns via [email protected] an und lasse uns an deinen Gedanken teilhaben.

Und da wir gerade dabei sind: Passend zum Thema die  Ausgabe der Red Couch über Bots, Hacks, Cyberattacken und deine Eltern:

(Deutsche Untertitel lassen sich nach einem Klick auf ‘Auf YouTube ansehen’ hinzuschalten)

Copyright © 2014. Created by Meks. Powered by WordPress.