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Juhu, Yahoo? Jemand zuhause?
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Boerse.bz-Uploader über Webmailer ermittelt

Juhu, Yahoo? Jemand zuhause?

Seit Jahren überschlagen sich die Meldungen zu immer weiter gehenden Überwachungsskandalen und seit Jahren schaffen es die meisten Betroffenen stoisch in die andere Richtung zu schauen – während die üblichen Verdächtigen, ermutigt durch so viel Gleichmut, immer eine Schippe draufsetzen. So wie jetzt beim Yahoo-Skandal.

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Boerse.bz-Uploader über Webmailer ermittelt

Zuerst war die Mail-Adresse, dann das Einloggen. Danach kam Boerse.bz und schlussendlich die Staatsanwaltschaft: Wie Nutzer von Webmail-Anbietern in den Verdacht gerieten, urheberrechtlich geschütztes Material angeboten zu haben und zur Zielscheibe bundesweiter Durchsuchungen wurden …

Was unterscheidet [email protected] vom bösen Uploader Michael Kaminski aus Südost-Rammelslowen? Nicht viel, wenn man der Staatsanwaltschaft in Sachen Boerse.bz glauben möchte, der es ausreichte, mutmaßliche Uploader über E-Mail-Adressen zu ermitteln, die sich mit der Download-Plattform in Verbindung bringen ließen. Irgendwie. So mag sich der eine oder andere Uploader zwar durch eine Fremd-IP den wachsamen Augen der ermittelnden Beamten und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) entzogen haben, vergaß dies der Staatsanwaltschaft zufolge aber beim Log-in in den genutzten Webmail-Provider. Dies zumindest berichtete der bekannte IT-Rechtsanwalt Christian Solmecke, der einige der Beschuldigten vertritt.

Null Toleranz gegen Raubkopierer

Es scheint, dass insbesondere jene Nutzer Zielscheibe der Null-Toleranz-Durchsuchungen wurden, die deutsche E-Mail-Provider genutzt haben. Die jeweilige Web-basierte Adresse führte dabei zur IP-Adresse, mit der eingeloggt wurde, welche dann wiederum zurückverfolgt wurde. Solmecke: „Interessant ist, dass alleine das Einloggen in ein E-Mail Dienst dem Gericht schon ausgereicht hat um einen weit davon entfernt Zusammenhang mit dem Upload von urheberrechtlich geschützten Material herzustellen.“

Neben der Frage nach der Rechtmäßigkeit der Schlussfolgerung ‚Adresse = Uploader‘ bestehen offenbar auch Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der anschließenden Durchsuchungen. So wurden Solmecke zufolge nicht nur Arbeits- und Freizeitrechner beschlagnahmt, sondern auch schon mal der Computer der Oma, Handykarten, Banking-PINs und SD-Karten.

https://www.wbs-law.de/internetrecht/boerse-bz-57361/

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