Category - Do the right things

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Über Pokémon, Wahrheitsministerien und Ehrlichkeits-Scores: Kleine und große Privatsphären-Desaster in 2016
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3 gute Gründe, warum Privatsphäre unverzichtbar ist
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Soll ich nun oder soll ich nicht? Abonnieren?
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Who t.. f… is John?
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Privatsphäre und Onlinesicherheit 2015 – Galaktische Gegenwartsbeschreibung von CyberGhost (Infografik)
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CyberGhost Privacy-Accelerator-Programm geht mit 100.000 Euro an den Start
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Bürgerrechtler gegen Überwachungsstaat: Petition zur Kürzung des BND-Etats
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IP- und Netz-Sperren: Darf man sie umgehen?
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Wie geht es weiter? Crowdfunding für Datenzentrum, CyberGhost-Add-ons und öffentliches Audit zur Serversicherheit
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IMO: Soll Edward Snowden Asyl in Deutschland erhalten?

Über Pokémon, Wahrheitsministerien und Ehrlichkeits-Scores: Kleine und große Privatsphären-Desaster in 2016

Wollte man 2016 hinsichtlich wichtiger Ereignisse im Bereich Privatsphäre hin abklopfen, so müsste man feststellen, dass es das eine oder andere Highlight gab, aber auch dunkle schwarze Löcher. Es wurden ein paar Schlachten gewonnen, vor allem durch Hilfe des Europäischen Gerichtshofes, andere aber verloren, und mit erweiterten Befugnissen ausgestattet, stehen neue Feinde in den Startlöchern. Bereit, das Internet weiterhin zum größten Nacktscanner aller Zeiten auszubauen.

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3 gute Gründe, warum Privatsphäre unverzichtbar ist

Eigentlich sollte nicht erst seit Edward Snowden bekannt sein, warum Privatsphäre unverzichtbar ist. Da sie aber trotzdem von vielen bereitwillig einem angeblichen Plus an Sicherheit geopfert oder gar  achtlos für eine kostenlose App weggeworfen wird, hier eine kleine Erinnerungshilfe mit 3 guten Gründen, seine Entscheidung besser noch einmal zu überdenken:

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Luftaufnahme der National Security Agency von Trevor Paglen. Lizenz: CCO

1.      Jeder hat etwas zu verbergen

Kann es noch jemand hören, das ausgelutschte ‚Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten‘? Jenen griffigen Satz mit zwei frei erfundenen Marketing-Behauptungen, die auch im Doppelpack keinen echten Sinn ergeben? Wobei der erste Teil völlig aus der Luft gegriffen ist, weil es immer etwas gibt, das nicht jeder wissen darf, und der zweite fröhliches Wunschdenken?

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Soll ich nun oder soll ich nicht? Abonnieren?

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Privatsphäre und Online-Sicherheit sind im modernen Internet essenziell. Vor ein paar Jahrzehnten, zu Beginn des Internets und eine komplette Dekade danach, sah es noch anders aus, im modernen Netz kommt man ungeschützt hingegen nicht mehr allzu weit, ohne schrittweise die Hosen herunterlassen zu müssen.

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Who t.. f… is John?

Gute Frage. Nächste Frage! Was sind ‘Tech-News with a twist’?

Die Antworten bekommt ihr jeden Freitag auf YouTube. Jeden Freitag neu, jeden Freitag besser als am Donnerstag vorher und doppelt so gut wie noch am Sonntag, den 16. Mai 1926.

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Was macht John anders als beispielsweise die Kollegen, die ein Techie-Video für Chip oder heise moderieren? Er nimmt all die komplizierten Termini nicht so ernst, aber ohne zu vergessen, dass Technologie in modernen Gesellschaften uns alle angeht und die Auswirkungen auch uns alle betreffen – und somit von allen verstanden werden sollten.

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Privatsphäre und Onlinesicherheit 2015 – Galaktische Gegenwartsbeschreibung von CyberGhost (Infografik)

Die drei wichtigsten Zahlen zum Stand der Dinge hinsichtlich Onlinesicherheit und Privatsphäre im Jahr 2015: 37, 50, 50!

Spätestens seit Star Wars wissen wir: Galaxien waren schon immer in Aufruhr – und wenn unsere Zivilisation die Grundlage für die komplette Milchstraße bildete, würde das Imperium bereits 37 % aller bewohnten Planeten im Sack haben, denn so viele würden von unterdrückenden Herrschern regiert werden.

Hinzu kommen 13 % in einer Grauzone, die sich zwar (noch) an demokratische Standards halten, zumindest von rechtsstaatlicher Seite, deren Bevölkerungen aber unter ständiger Überwachung und umfassender Zensur leiden.

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CyberGhost Privacy-Accelerator-Programm geht mit 100.000 Euro an den Start

Privatsphäre ist ein Menschenrecht – geschenkt wird sie uns aber offenbar nicht. Deshalb erweitert CyberGhost seine Anstrengungen zu ihrem Erhalt auf zusätzliche Bereiche und gibt den offiziellen Start des ‘Privacy Accelerator Programs’ bekannt – einer weltweit einzigartigen Förderung von Start-ups, die sich exklusiv dem Erhalt von Privatsphäre und Freiheit im Internet widmen.

Mit großzügiger finanzieller Unterstützung, Mentorenkurse und direkter Zusammenarbeit soll das ‘CyberGhost Privacy Accelerator Program’ jungen Unternehmen und Entwicklerteams im Bereich Onlineprivatsphäre und Internetsicherheit unter die Arme greifen und dabei helfen, entsprechende Ideen und Produkte marktreif zu entwickeln sowie Marktstrategien auszuarbeiten und einen Kundenstamm aufzubauen. Ziel ist, den jungen Markt zu erschließen und den Konsumenten in ihrer Suche nach Schutz vor unkontrolliert agierenden Datensammlern aus Staat, Wirtschaft und Cyberkriminalität entgegen zu kommen.

Hierzu Robert Knapp, CEO und Mitgründer von CyberGhost VPN: „Wir sind überzeugt von der Bedeutung der Privatsphäre als grundlegendes Menschenrecht – und wir glauben an Menschen. Aber auch daran, dass wir die Guten unter uns vor den Nicht-So-Guten und zum Teil vor den Allzu-Gut-Meinenden schützen müssen. Deshalb entwickeln wir Software-Infrastrukturen, die das Gleichgewicht der Kräfte wiederherstellen sollen, als Teil einer Industrie, die moderne, Anwender-orientierte Verschlüsselungstechnologien für eine Zukunft erschafft, in der Privatsphäre einen besonderen Schutz genießt statt abgebaut zu werden.

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Für die Anfangsphase ist ein Grundkapital von € 100.000 vorgesehen. Maximal jeweils bis zu € 25.000 können dabei an einzelne, ausgewählte Start-ups vergeben werden. Ergänzend stehen Experten zur Beratung in Fragen der Geschäftsentwicklung zur Verfügung, dem Verkauf und Marketing, der Kundenunterstützung, Software-Entwicklung und der Administration. Auch können Teams, die außerhalb der Europäischen Union angesiedelt sind, auf gestellte Unterkünfte und Büros in Bukarest zurück greifen, um den gerade im sensiblen Bereich der Privatsphäre existierenden Standortvorteil der Europäischen Union auszunutzen: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Internets sind europäische Firmen US-Companies eine Nasenlänge voraus: Sie erhalten keine sogenannten ‚National Security Letters‘, die sie geheimdienstlichen Anfragen unterwerfen, und sind nicht gezwungen, die digitale Selbstbestimmung ihrer Anwender zu hintergehen,” so Robert Knapp zum Start der Initiative. Als Gegenleistung erwartet der Sponsor eine Beteiligung am jeweiligen Unternehmen.

Interessierte Entwicklerteams und Unternehmen können ihre Bewerbungen bis zum 1. September 2015 aussenden. Details hierzu und mehr Informationen zum ‘Privacy Accelerator Program‘ finden sich auf der CyberGhost-Homepage unter http://www.cyberghostvpn.com/de_de/accelerator.

Bürgerrechtler gegen Überwachungsstaat: Petition zur Kürzung des BND-Etats

Als die ersten Enthüllungen Edward Snowdens vor beinahe zwei Jahren noch das mediale Tagesgeschehen beherrschten, war die Empörung unter Politikern groß und ein Untersuchungsausschuss schnell zur Hand. Nun, da die Wellen sich gelegt haben, der Ausschuss immer noch leise vor sich hin tagt und sich die Empörung als Schaumschlägerei und Heuchelei erweiste, ist zumindest klar, dass Änderungen nur von unten kommen können – wie über die Petition zur Kürzung des BND-Etats.

Die Bundestags-Petition 57952 gegen die Erhöhung des BND-Etats 2016 wurde in der vergangenen Woche vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages freigeschaltet und fordert die Kürzung des BND-Etats. Die Petition kann unter folgender Adresse mitgezeichnet werden:
Die unterstützenden Bürgerrechtsgruppen begründen die Petition unter anderem mit der Massenüberwachung durch den BND sowie der Weitergabe von Daten, die Drohnenangriffe der US-Streitkräfte unterstützen. Weiter führt die Begründung aus, dass der BND bereits heute nicht mehr vom Parlament kontrolliert werden kann. Dies haben auch die Anhörungen im NSA-Untersuchungsausschuss in den letzten Wochen deutlich gemacht. Die Bundestags-Petition gegen die Erhöhung des BND-Etats wird von folgenden Gruppen unterstützt:
  • Bündnis Demokratie statt Überwachung
  • Plattform Brandenburg
  • Bündnis gegen Überwachung
  • #StopWatchingUs Köln
  • #StopWatchingUs Lübeck
  • Piratenpartei Deutschland Bezirksverband Freiburg
  • Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V.
  • no-spy.org Stuttgart
  • #wastun gegen Überwachung
  • Digitalcourage e.V.
  • Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
  • Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.
  • SaveYourPrivacy
Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 29. April wollen die Bürgerrechtsgruppen die Zahl von 50.000 UnterstützerInnen erreichen. Sollte dieses Quorum überschritten werden, wird im Regelfall die Petition im Petitionsausschuss öffentlich beraten. Ziel ist es, zu dieser Beratung eingeladen zu werden und die Begründung persönlich den Abgeordneten des Petitionsausschusses vorzutragen. Damit soll der Diskurs über Überwachung in der Gesellschaft angestoßen und der Widerstand gegen den Überwachungsstaat gestärkt werden.

IP- und Netz-Sperren: Darf man sie umgehen?

Zunächst einmal: IP-Sperren und Netzsperren sind unterschiedliche Dinge, auch wenn sie im Kern auf dasselbe hinauslaufen: einer definierten Teilmenge aller Internetsurfer den Zugang zu bestimmten Informationen vorzuenthalten. Während Netzsperren jedoch ‚nur‘ Websites oder einzelne Webseiten betreffen, um eine Bevölkerungsgruppe vom Zugriff auf deren Inhalte abzuhalten, halten IP-Sperren ganze Regionen außerhalb des eigenen Wirkungskreises im Schach.

Wenn man so will, kontrollieren Netzsperren den Zugriff von innen nach außen (weil unerwünschte Webseiten im Ausland gleich beim Provider im Inland ‚entfernt‘ werden können) und IP-Sperren umgekehrt den Zugang von außen nach innen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal: Netzsperren sind in den meisten Fällen politischer, religiöser oder gesellschaftlich motivierter Natur, IP-Sperren dienen hingegen in erster Linie wirtschaftlichen Interessen. Während Erstere Surfer von wie auch immer ‚gefährdenden‘ Inhalten fernhalten sollen, schützen Letztere Geschäftsmodelle. Ein Ärgernis sind beide.

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Klappt zuverlässig: Hulu-Konto aus dem Ausland nutzen …

Dabei ist die Frage, ob man oder frau IP- oder Netzsperren umgehen darf, ebenfalls unterschiedlich zu beantworten: Bei Netzsperren sieht die Sache noch relativ eindeutig aus: Websperren aus politischen und religiösen Gründen verstoßen fast immer gegen fundamentale Freiheitsrechte, Sperren aus gesellschaftlichen Gründen allzu oft ebenfalls (weil die Regeln der einen Gesellschaft nicht automatisch auch jene der anderen sind). Die Umgehung der Sperren kommt somit in vielen Fällen einer Wiederherstellung dieser Rechte gleich – wenngleich die Strafverfolgungsbehörden sperrender Länder dies in der Regel anders sehen dürften und Netzsperren gerne mit Kriminalitätsbekämpfung begründen, meistens flankiert mit Gummibegriffen wie ‚Staatswohl‘ und ‚Gemeinwohl‘ und immer auch mit Reizworten versehen wie ‚Phishing‘, ‚Terrorismus‘, ‚Kinderpornografie‘ und ähnliches. Ob die Umgehung selbst dann auch strafbar ist und nicht nur die damit verbundene Tat, kommt auf die jeweilige Rechtsprechung an. In aller Regel kann man aber davon ausgehen, dass, je undemokratischer ein Staat ist, desto geringer ist der Grad der Rechtschaffenheit auf dem dessen Bürger balancieren müssen. Immerhin: Die jeweilige Rechtsprechung ist eindeutig und wer anderer Meinung ist, riskiert bewusst die Konfrontation.

Anders bei IP-Sperren: Hier existiert beim Umgehen künstlicher Netzblockaden durch Nutzung einer vorgetäuschten IP nicht einmal innerhalb eines einzelnen Landes eine eindeutige Rechtsprechung, dafür aber leider jede Menge Unsicherheit und widersprüchliche Informationen. Während die eine Seite der IP-Adresse jegliche verbindliche Identifikationsfunktion abspricht, weshalb man sie auch straffrei vortäuschen dürfe (im Gegensatz zum Personalausweis etwa), vertritt die andere die Auffassung, man verstoße zumindest gegen Urheberrechte. So zum Beispiel beim Betrachten von Videostreams aus Quellen, deren Ausstrahlung regional begrenzt ist, um traditionelle Verwertungsmodelle ins digitale Zeitalter zu retten – obwohl bislang nirgends verbindlich geklärt wurde, wie Streams überhaupt urheberrechtlich zu bewerten sind.

Steht man auf dem Standpunkt, die Geo-Sperre ist eine Art Kopierschutz und das Betrachten eines Streams eine Kopie, zählt die Umgehung zu den verbotenen Dingen, auch wenn keine dauerhafte Kopie abgespeichert wird. Gegner dieser Betrachtungsweise weisen allerdings darauf hin, dass ein Stream weit davon entfernt sei, eine Kopie des Originals zu sein – womit eine andere wichtige Frage auftaucht: Wenn ein Stream eine Kopie sein soll und die Umgehung von IP-Adressen als Verstoß zu werten ist, warum hat die Inhaltsindustrie noch keine Klage erhoben, um ein Grundsatzurteil herbei zu führen? Der Anwalt Udo Vetter sieht dies in einem Interview mit Spiegel Online so: „Man will keine Präzedenzfälle, weil die Gerichte sicherlich sagen würden, das ist legal.“

Hier bei CyberGhost sind wir der Meinung, dass alle Menschenrechte fundamental sind und Informationsfreiheit zu den wichtigsten und nicht verhandelbaren Gütern einer freien demokratischen Gesellschaft zählt, unabhängig davon, ob sie politischen, religiösen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Strömungen nicht ins Programm passt.

Wie geht es weiter? Crowdfunding für Datenzentrum, CyberGhost-Add-ons und öffentliches Audit zur Serversicherheit

Die Umstellung auf CyberGhost 5 ist abgeschlossen, der Android-Client als App erhältlich und die Mac-Version ist ebenfalls kürzlich erschienen. Und nun?

Nun geht’s verstärkt weiter an den Ausbau des Dienstes, der dort Tatsachen schaffen soll, wo sich die große Politik angesichts der Snowden-Enthüllungen bestenfalls durch Mauern, Abwiegeln, Verantwortungslosigkeit und Untätigkeit hervortut. Denn sind die Volksvertreter nicht bereit, für die Interessen ihrer Wähler in Bezug auf Datenschutz, Online-Sicherheit und Freiheit im Internet einzutreten, müssen wir es gemeinsam in die Hand nehmen.

Für CyberGhost bedeutet dies neben weiteren Bemühungen um Transparenz (Stichwort: öffentliches Audit) und der Förderung von Privatsphärentools (Stichwort: API), einen sehr großen Schritt zu wagen und die Errichtung eigener Datenzentren in Angriff zu nehmen.

Crowdfunding-Aktion für eigenes Datenzentrum

CyberGhost besitzt eine große Serverflotte in vielen Datenzentren in Europa, Nordamerika und seit kurzem auch in Asien. Was sich zunächst sehr einfach nach ‚Hinstellen, Anschalten, Laufenlassen‘ anhört, verbirgt aber sehr viel Vor-, Wartungs- und allzu oft auch Nacharbeiten: Verträge mit VPN-spezifischen Klauseln müssen ausgehandelt und geschlossen, Sicherheitseinrichtungen installiert, Updates eingespielt und bei Unstimmigkeiten mit den Betreibern der jeweiligen Datenzentren auch Umzüge geplant und ausgeführt werden. Hierbei muss das Unternehmen folgende Aufgaben bewältigen: 1) Die Aufstellung logfreier Server basiert in einigen Ländern in erster Linie auf Verhandlungsgeschick. 2) Die Einhaltung der CyberGhost-spezifischen Sicherheitsklauseln in den Verträgen muss überprüfbar sein. 3) Die Hardware selbst muss spezifisch gesichert und nach Möglichkeit überwacht sein.

Durch eigene Datenzentren erleichtert wird vor allem der letzte Punkt: Besitzt man die vollständige Kontrolle über die Server-Hardware, der sogenannten ‚letzten Meile‘, verfügt man über ein weltweit einzigartiges VPN-Sicherheitslevel mit echten #nospyproxy. Der Vorteil liegt auf der Hand: Privatsphärenbewusste Anwender können wahlfrei auf nicht manipulierbare Server innerhalb einer leistungsfähigeren Infrastruktur zurückgreifen.

Die Kosten für den ersten ‚Prototypen‘ im CyberGhost Headquarter in Bukarest veranschlagen wir mit rund 150.000 EURO. 50.000 EURO sind bereits fest zu diesem Zweck eingespart, die fehlenden 100.000 EURO sollen mithilfe einer Crowdfunding-Aktion gesammelt werden. Die Perks, also die Gegenleistung für die finanzielle Unterstützung durch die Community, richten sich am Zweck aus und bestehen aus den geplanten Leistungen des Datenzentrums , also beispielsweise Zugriff für 1 Jahr oder mehr. Die Spender profitieren so direkt von ihrer Investition. Weitere Details zum Projekt erfahrt ihr in Kürze.

API und Accelerator-Programm

Privatsphäre als Dienst besitzt Zukunft – leider, muss man beinahe sagen, denn wir alle wünschten uns eine bessere Welt. Bis es aber soweit ist, bieten wir innovativen Entwicklern und Start-ups unsere eigene API für ihre Projekte an, also die gleiche Basis, die auch wir für unsere CyberGhost-Produkte nutzen. Mit der API lassen sich beispielsweise CyberGhost-Add-ons oder einzelne Produkte wie einen sicher verschlüsselten Messenger realisieren. Das der API angegliederte Accelerator-Programm flankiert die Arbeiten darüber hinaus durch materielle Absicherungen. Wir besorgen Räumlichkeiten in Bukarest und stellen Mentoren, einen bereits erschlossenen Markt und finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Das Programm ist für Start-ups gedacht, die weniger als ein Jahr existieren und bislang keine finanzielle Unterstützung erhalten haben. Die Bewerbung kann in Kürze auf unserer Webseite vorgenommen werden.

Öffentliches Audit

Der letzte Google-Hangout zum Mac-App-Launch machte es noch einmal deutlich: Obwohl CyberGhost als seriöser Anbieter größtmögliche Transparenz bietet und nachweislich keine Logs führt, tauchen trotzdem immer wieder Gerüchte auf, die das Gegenteil behaupten. Wir haben uns deshalb entschlossen, in Kürze einen Hangout-Event zum Thema zu veranstalten, in dem sich Nutzer live beliebige Server aussuchen können, mit denen sich dann verbunden und deren Konfiguration offengelegt wird. Die Zufallsauswahl macht ein Vortäuschen der Ergebnisse unmöglich und jeder Anwender mit Grundkenntnissen in OpenVPN und Linux kann sich als Teilnehmer des Hangouts davon überzeugen, dass keine Logs geführt werden.

Im Hangout dieser Woche erfahrt ihr weitere Informationen zu CyberGhost und unseren Plänen für die Zukunft: https://www.youtube.com/watch?v=450hdGnLNa0

 

IMO: Soll Edward Snowden Asyl in Deutschland erhalten?

Glaubt man den Umfragen der letzten Monate, seit Edward Snowden vor knapp einem Jahr den größten Geheimdienstskandal der Geschichte publik machte, genießt der Whistleblower in der deutschen wie der US-amerikanischen Bevölkerung gleichermaßen mehrheitlich den Status eines Helden, in den USA sogar erstaunliche 70 %. Eher umgekehrt stellt sich die Lage der Dinge bei den politischen Vertretern dar, die in der Mehrheit nicht müde werden, den derzeit in Russland im Zwangsexil lebenden jungen Mann als Landesverräter und Kriminellen darzustellen. Zuspruch erhält er hier ausschließlich in Ausnahmefällen, innerhalb der Opposition oder in Form von Lippenbekenntnissen, die keinerlei politische Taten erwarten lassen.

Was also tun? Mit dieser Frage tritt man in die bundesdeutsche Twilight Zone ein, die bereits die Diskussionen der diesjährigen re:publica bestimmte und in der eigene, nicht erklärbare Gesetze gelten. So ist man zwar mehrheitlich für Edward Snowden, sieht sich aber nicht genötigt, seiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen. Parallel dazu ist die Empörung der Menschen im Lande hinsichtlich der aufgedeckten Generalüberwachung ungebrochen hoch, wie Umfragen wie jene von dimap (PDF) zeigen: Laut Umfrage verurteilen 48 Prozent das Vorgehen der Geheimdienste, da es Grundrechte verletze, während nur 22 Prozent den Maßnahmen explizit ihren Segen erteilen. Einen Einfluss auf das Verhalten der Menschen im Internet oder außerhalb besitzt aber auch diese Tatsache kaum. Nur Wenige haben ihr Verhalten geändert und verschlüsseln beispielsweise ihre Daten (TrueCrypt), Mails (PGP) oder ihren Internet-Traffic (VPN).

Gute Voraussetzungen für eine Einladung Snowdens, vor dem deutschen NSA-Untersuchungsausschuss auszusagen, sind dies nicht. Das sieht auch der Journalist Glenn Greenwald so, der Snowden in der ersten Zeit nach seinem Ausstieg bei der NSA begleitete und einen Großteil der mitgenommenen Dokumente sichtete und veröffentlichte. Bei einer Vorstellung seines kürzlich erschienenes Buches ‚Die globale Überwachung‘ im Münchner Literaturhaus beantwortete er die Frage der Teilnehmer, ob Snowden nach Deutschland kommen solle, mit dem Hinweis darauf, dass Edward bereits enorm viel riskiert und enorme Opfer erbracht habe, um die Privatsphäre von Menschen im Land zu schützen. Die deutsche Regierung auf der anderen Seite will, dass Snowden ihr noch mehr hilft, während sie gleichzeitig nicht das geringste Risiko eingehe und nicht die geringsten Opfer bringe, um Snowdens Rechte zu garantieren. Und das, obwohl Snowden so viel für die Rechte deutscher Bürger getan habe. „Also da kann man schon ein ziemlich schlechtes Gefühl bekommen“, sagte der Enthüllungsjournalist. „Ich an seiner Stelle wäre ein wenig zurückhaltend, mit einer Regierung zusammenzuarbeiten, für die ich schon so viel getan habe. Die mich aber im Ungewissen lässt, während ich der Gefahr ausgesetzt bin, verfolgt zu werden. Die die Möglichkeit hätte, meine Menschenrechte zu garantieren, die aber nicht willens ist, dies zu tun.“

Zieht man zusätzlich in Betracht, dass Edward Snowdens Vater weniger diplomatische Worte findet und seinen Sohn rundheraus davon abrät, nach Deutschland zu gehen, selbst, wenn ihm Asyl geboten wird, ist es ein Armutszeugnis für dieses Land: Die Protagonisten eines der wichtigsten Ereignisse der jüngsten Geschichte hegen offenes Misstrauen gegenüber den regierenden Politikern und schätzen die ansonsten auf ihrer Seite stehende Mehrheit lethargisch und desinteressiert an den eigenen Rechten ein.

Immerhin, es gibt Lichtblicke, einige zögernd, andere eindeutig – wie die Unterstützung des Whistleblowers durch digitalcourage e.V. Dort verlieh man Snowden einen Positivpreis im Rahmen des Big Brother Awards und rief anschließend die ‘Asyl für Snowden‘-Kampagne ins Leben. Damit werden die Teilnehmer den jungen Mann zwar nicht aus Russland heraus in den Westen bringen, sie positionieren sich aber eindeutig, wenn sie den im Rahmen der Kampagne kostenlos bestellbaren Aufkleber verwenden und verleihen dem Land ein mutiges und offenes Gesicht.

digitalcourageev

Einen anderen Beitrag leistet CyberGhost mit der extrem preisgünstigen Snowden Edition, die für gerade einmal 83 Cent pro Monat unbeschränktes anonymes Surfen ermöglicht:

SnowdenEdition

 

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