Video-Streaming: Wie schnell muss mein Internet sein?

Zwei Dinge braucht der Streaming-Fan, um Videos gleichzeitig flüssig und in guter Qualität anschauen zu können: eine stabile Internetverbindung und flotte Leitungen. Hakelt es bei einem, ruckelt die Wiedergabe oder bricht gleich ganz ab. Und dann steht die Frage im Raum: Ist es Schicksal, mein Provider oder geben die Leitungen einfach nicht mehr her?

(C) 2016 Kaique Rocha*

(C) 2016 Kaique Rocha*

Wie hoch die tatsächliche Geschwindigkeit einer Internetverbindung ist und ob sie damit auch dem entspricht, was man bezahlt, wollen gleich mehrere Anbieter im Netz verlässlich prüfen können. Nun ist einer dazu gekommen, von dem man annehmen sollte, dass er guten Grund besitzt, verlässliche Zahlen zu nennen: Netflix!

Unter dem Optimismus verbreitenden Namen ‚Fast.com‘ betreibt der Streaming-Anbieter aus den USA eine eigene Speed-Testseite (auch auf Deutsch), mit der jeder Anwender weltweit seine Internetgeschwindigkeit testen kann. Ein Abo beim Anbieter braucht es hierfür sinnigerweise nicht. Ein Klick, ein paar Sekunden Wartezeit und das Ergebnis steht:

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Zum Vergleich (und für andere Werte wie den Ping) sollte man über www.speedtest.net eine zweite Messung machen – und wer so richtig Zeit hat und sorgfältig zu Werke gehen möchte, wiederholt die Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten und an unterschiedlichen Tagen.

Dies bietet sich ganz besonders dann an, wenn man plant, einen VPN zum Empfang von Streaming-Inhalten zu verwenden. Hier im Beispiel die Betaversion von CyberGhost 6 und ein US-amerikanischen Server zum Aufruf von Netflix selbst:

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Übrigens, die hier verwendete und in Kürze erscheinende Version 6 von CyberGhost geht ganz besonders zu Werke: Die Verbindung zu Netflix erfolgt über ein vorgefertigtes Profil mit optimierten Servereinstellungen, das dafür sorgt, dass die jeweils richtigen Einstellungen zum Empfang automatisch aktiviert werden.

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Wie schnell muss es sein?

Abhängig vom zu betrachtenden Bildformat sollten Internetverbindungen mindestens die folgenden Werte hergeben:

  • Für Smartphones und kleinere Tablets braucht es nicht viel: Je nach Auflösung kommt man mit bereits mit 500 KB/s zum Ziel
  • Für Standard-Auflösungen (DVD, PAL, NTSC) empfiehlt Netflix um die 3 Mbps (noch ausreichender WLAN-Standard: 801.11g)
  • Für HD-Auflösungen (720p) bis 5 Mbps (empfohlener WLAN-Standard: 801.11n)
  • Für Ultra-HD mindestens 25 Mbps (empfohlener WLAN-Standard: 801.11n)

Andere Anbieter wie Prime und Maxdome liegen teilweise darunter, teilweise darüber. Als Mindestvoraussetzungen geben die drei Platzhirsche folgende Werte an: Prime 0,9 Mbps, Maxdome 2 Mbps und Netflix 0,5 Mbps. Wissen muss man außerdem, dass verschiedene Plattformen, wie unter anderem YouTube, in Spitzenzeiten die Auflösungen und/oder Videobitraten sowieso verringern, um Servereinbrüche zu verhindern. Als Daumenregel hat es sich auch bewährt, das Anderthalbfache der Videobitrate als minimale Bandbreite als Ausgangswert zu nehmen, um genügend Spielraum für Schwankungen zu haben, also bspw. 2,25 Mbps bei einer Videobitrate von 1,5 Mbps.

Für die Vielzahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland sollten die Werte (außer Ultra-HD) ausreichend sein, auch für VPN-Anbindungen – wenngleich es tagesabhängig nicht nur von Seiten der Streaming-Anbieter aus Einbrüche geben kann. Die angegebenen Werte in einem Telefonvertrag wie 16, 50 oder 100 Mbps beziehen sich daher auf Idealbedingungen und geben die maximalen Downloadgeschwindigkeiten an. Mit Schwankungen muss man immer rechnen – allerdings keine extremen und auch keine dauerhaften. (Ob man diese dann hinnehmen muss, ist allerdings vom Einzelfall abhängig. Immerhin: Manchmal reicht bereits die Messung über mehrere Tage mit anschließender Beschwerde, um auf wundersamer Weise wieder ruckelfrei Videos genießen zu können …)

 

*Photo: (C) 2016 Kaique Rocha

 

 

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CyberGhost VPN - Uli
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