VPN vs. Social Media & andere Plattformen

Wie sinnvoll ist es, bei Verwendung eines VPNs gleichzeitig in einem sozialen Netzwerk eingeloggt zu sein?

Das kommt – leider – auf das Land und dessen demokratischer Grundausstattung an, in dem du wohnst, bzw. darauf, wie sehr du deiner Regierung und deinen Geheimdiensten vertraust, dem geltenden Recht Folge zu leisten.

Beispiel China: Viele Internetnutzer des Lands der Mitte sind bestrebt, sich der Überwachung und Zensur ihrer Regierung zu entziehen. In erster Linie weniger, um verbotene politische Tätigkeiten zu zelebrieren, als vielmehr aus den unterschiedlichsten Interessen an landesintern kontrovers diskutierten Ideen – und sei es nur am Bananenessen (oder die Art, wie dies geschehen kann). Zu diesem Zweck verwenden die chinesischen Internetfans das Tor-Netzwerk oder einen VPN, um blockierte, meistens westliche Web-Dienste aufzurufen und sich dort zu informieren und, auch kritisch, zu äußern.

Nur nützt die beste Verschlüsselungsmethode der Welt nichts, wenn es Sicherheitslücken in besuchten Websites erlauben, Nutzer hinter diesen Mauern zu identifizieren, wenn sie während einer anonymen Sitzung mit ihren realen persönlichen Daten in einem Portal wie der Suchmaschine Baidu oder dem Online-Marktplatz Alibaba eingeloggt sind. Diese Lücken ermöglichen, Informationen wie Name, Adresse, E-Mail und Cookies problemlos durch Hacker abzufischen – und mit diesen Daten anschließend Rückschlüsse auf das Surfverhalten einer Person zu ziehen, wird dann trivial, weil die IP-Verschlüsselung hinfällig wurde, so Jaime Blasco, ein Sicherheitsexperte des kalifornischen Sicherheits-Unternehmens AlienVault.

Bananenessen leicht gemacht: http://s.cgvpn.net/t9 Click to Tweet

Mittlerweile geben die gehackten Internetanbieter an, die Sicherheitslücke weggepatcht zu haben, nur hilft all dies natürlich nur gegen Hacker von außen. Nicht aber, wenn die Regierung gleich ein Büro im jeweiligen Unternehmen besitzt – und dafür sind bekanntlich nicht nur die Chinesen bekannt.

Abhilfe? Während des anonymen Surfens in keinem Fall in einer Plattform einloggen, in denen man unter einer realen Identität bekannt ist, oder man vermuten muss, dass die Daten eines vorgetäuschten (anonymen) Kontos kompromittiert sind und mit der eigenen realen Identität in Verbindung gebracht werden können. Und nicht vergessen: Ein eigens zum anonymen Surfen installierter Browser sollte ebenso Pflichtprogramm sein wie das Löschen aller Cookies vor einer VPN-Sitzung.

Übrigens: Das neue CyberGhost 6 wird eine Option besitzen, mit der du einen beliebigen Browser gleich nach Herstellung einer Verbindung automatisch starten lassen kannst. Auf diese Weise kommst du gar nicht erst in die Versuchung, deinen Default-Browser samt Surfhistorie von einer Woche zu nutzen.

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CyberGhost VPN - Uli
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